Die Deutsche Telekom hat im klassischen Festnetzgeschäft weiter mit stark schrumpfenden Kundenzahlen zu kämpfen. Wie aus dem am Donnerstag in Bonn vorgelegten Geschäftsbericht für das erste Quartal des laufenden Jahres hervorgeht, verlor der Bonner Konzern zwischen Januar und März insgesamt 677.000 Festnetzkunden - 582.000 davon in Deutschland. Damit hält der Trend der vergangenen Quartale unvermindert an.
Mehr DSL-Anschlüsse
Im Gegenzug konnten erneut viele neue DSL-Anschlüsse geschaltet werden. Allerdings weit weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Wurden im ersten Quartal vergangenen Jahres noch netto 785.000 neue DSL-Anschlüsse geschaltet, waren es dieses Jahr nur noch 416.000 netto. Das entspricht einem Rückgang von 47 Prozent. Deutlich zurück gegangen ist die Zahl der Breitband-Zugänge auf Resale-Basis. Hier verlor die Telekom 111.000 Anschlüsse. Im Gegenzug stieg die Zahl der vermieteten Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) für Komplettanschlüsse bei Wettbewerbern um 609.000 an.
Wettbewerber gewinnen Kunden
Insgesamt konnte die Telekom Ende März dieses Jahres auf 14,45 Millionen Breitband-Anschlüsse blicken. In Deutschland waren allein 12,96 Millionen DSL-Zugänge geschaltet, davon 3,40 Millionen auf Resale-Basis. Die Zahl der vermieteten TAL lag bei 7,03 Millionen und damit gut 36 Prozent höher als noch Ende März 2007.
Im Festnetzgeschäft waren konzernweit 35,88 Millionen Anschlüsse geschaltet. Davon entfielen auf den deutschen Heimatmarkt 30,47 Millionen Anschlüsse. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das in Deutschland einem Rückgang von 6,5 Prozent. Einen ISDN-Anschluss von der Deutschen Telekom nutzen 8,55 Millionen Kunden.