Doch auch die Bank sollte ihre Hausaufgaben machen und ihren Kunden ein Höchstmass an Sicherheit garantieren, etwa durch das Anbieten eines Überweisungsverfahrens per iTAN oder mTAN oder mithilfe eines Kartenlesegerätes. Als Kunde sollte man darauf bestehen.
Risikofaktor 2: Einkaufen im Netz
Laut jüngsten Studien kaufen 41 Prozent aller Deutschen im Netz ein – doch genau hier lauert das nächste Gefahrenpotential. Während der virtuellen Shopping-Tour ist die Aufmerksam gefragt: Zeichen für die Seriosität eines Online-Ladens sind ein Impressum mit voller Anschrift und Nennung des Inhabers oder Geschäftsführers sowie verständliche Geschäftsbedingungen (AGB). Man sollte die Datenschutzerklärung lesen und prüfen, ob unerwünschte Werbe-Mails abgelehnt werden können. Nicht selten bürgen auch unabhängige Experten für die Verbraucherfreundlichkeit der Angebote – Zertifikate und Siegel machen dies dann deutlich.
Risikofaktor 3: Soziale Netzwerke und Communities
Seit dem Aufkommen des Web 2.0 stellt der Nutzer für sich selbst die
größte Gefahr dar: zumindest in Bezug auf den Verlust oder die Weitergabe sensibler privater Daten. Jeder Zweite bei den 14- bis 29-Jährigen verbreitet in sozialen Netzwerken und Communities munter persönliche Informationen. Doch einmal veröffentliche Texte und Bilder sind zu einem späteren Zeitpunkt nicht immer per Knopfdruck zu entfernen – und können demnach gegen den Willen des Besitzers noch jahrelang im Internet ausharren. Eine Tatsache, die nicht erst beim nächsten Bewerbungsgespräch zum Problem werden kann. Doch nicht nur die freiwillige Informationsweitergabe kann zum Problem werden: Ein Blick in die Datenschutzerklärung und Geschäftsbedingungen der Community sind wichtig – darin steht, wie Mitgliederdaten genutzt werden dürfen. Im Fall StudiVZ wurden die gesammelten Informationen beispielsweise genutzt, um mithilfe von erstellten Verhaltensprofilen
noch gezielter Werbung innerhalb des Portals schalten zu können.
André Vatter