Freitag, 02.05.2008 16:31

MySpace will in Deutschland StudiVZ überflügeln

aus dem Bereich Sonstiges
StudiVZ ist derzeit noch unangefochtene Nummer eins bei den sozialen Netzwerken in Deutschland. Rund sechs Millionen Besucher fanden im ersten Quartal 2008 monatlich auf die Seiten des Studentenportals des Holtzbrinck-Konzerns. Doch MySpace Deutschland arbeitet nach eigenen Angaben an der Ablösung des Marktführers.

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In 18 Monaten auf Platz eins

MySpace Deutschland-Chef Joel Berger gibt sich selbstbewusst und sagte gegenüber dem Mediendienst Kress: "Unser Ziel ist, in den nächsten 18 Monaten an den lieben Kollegen vorbeizuziehen und Nummer eins zu werden. Und wir wollen in die Top Five der reichweitenstärksten Websites in Deutschland aufrücken." Derzeit liege man mit rund 4,6 Millionen Besuchern im März 2008 auf Platz zwei. Zu dem Besucherverlust von rund 8,9 Prozent im ersten Quartal 2008 im Vergleich zum Vorjahr machte Berger keine Angaben.

Wachstum mit eigenen Inhalten

Berger sieht MySpace als Leitmedium der Jugendkultur an. "Was vor 20 Jahren die Bravo war und vor zehn Jahren vielleicht mal MTV, ist heute MySpace." Die Bekanntheit von MySpace soll durch attraktive, eigene Inhalte gesteigert werden. Am 19. Mai starte auf der Community-Plattform etwa die WebTV-Soap They call us Candy Girls. Berger sieht optimistisch in die Zukunft und geht davon aus, dass soziale Netzwerke sich neben E-Mail und Internetsuche als drittes, großes Standbein des Internets etablieren werden. Die kommerzielle Vermarktung stehe erst am Anfang und die auf Empfehlungen aufgebauten Werbebotschaften sind noch ungewohnt. "Die Verbreitung von viralen Botschaften über Freundeskreise ist etwas anderes als ein Banner, das einfach auf Reichweite gebucht wird."

Musikdienst erst ab Herbst 2008

Aber nicht nur mit neuen Inhalten möchte MySpace bei neuen Usern punkten. Wie bereits von onlinekosten.de berichtet, sollen durch die Öffnung der Community-Plattform für externe Entwickler bald etliche neue Widgets für die Nutzer zur Verfügung gestellt werden können. Auch Kooperationen mit anderen Unternehmen sollen zu mehr Wachstum beitragen. Noch immer gibt es jedoch keinen genauen Starttermin für den geplanten Musikdienst MySpace Music. In Deutschland stehen noch Gespräche mit der Rechteverwertungsgesellschaft GEMA an. Berger rechnet mit einem Start nach dem Sommer.

Jörg Schamberg
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