Freitag, 02.05.2008 14:47

Übernahme: Microsoft setzt Yahoo unter Druck

aus dem Bereich Sonstiges
Die Verhandlungen zwischen Microsoft und Yahoo gehen weiter: Nachdem sich Yahoo stur gegen eine Übernahme gestellt hat und sogar Google mit ins Boot holte, verschärft sich der Ton jetzt zusehends. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, ließen Insider-Kreise durchsickern, dass Microsoft wahrscheinlich bereits am kommenden Freitag eine feindliche Übernahme ankündigen wird.

Anzeige
Yahoo nicht nötig

Gegenüber dem Wall Street Journal gab Microsoft-Chef Steve Ballmer an, auch ohne Yahoo ein wettbewerbsfähiges Geschäft mit Online-Werbung etablieren zu können. "Es könnte nur etwas länger dauern", verlautete Ballmer. Darüber hinaus äußerte er vor Angestellten, nur den in seinen Augen angemessenen Preis für Yahoo zu bezahlen – ein kleiner Seitenhieb, denn zuvor hatte Yahoo das Übernahmeangebot als zu niedrig bezeichnet. Um Yahoo doch noch zu überzeugen, hat Microsoft eine Erhöhung des Angebotes von 31 auf 33 US-Dollar vorgeschlagen. Diverse Großaktionäre und die Yahoo-Führungsetage fordern jedoch zwischen 35 und 37 US-Dollar, wohlwissend, dass der Software-Gigant gehörig unter Druck steht, um seine Wettbewerbsposition gegenüber Google zu verbessern: Laut einer Marktforschungsanalyse von eMarketer konnte sich Google mehr als 30 Prozent der gesamten Geschäftsumsätze einstreichen, Yahoo immerhin 14 Prozent. Microsoft landete abgeschlagen mit knapp sieben Prozent auf dem dritten Platz.

Schluss mit lustig

Zum Ende fahren die Redmonder noch einmal schwere Geschütze auf: Wie Ballmer sagte, gibt es drei Optionen: "Es gibt den freundlichen Deal, es gibt den unfreundlichen Deal und die dritte Möglichkeit ist, sie einfach stehen zulassen". Mit anderen Worten: Sollte die Führungsspitze von Yahoo nicht zu Gunsten Microsofts entscheiden, droht eine feindliche Übernahme.

Wie das Pokerspiel der Konzerne letztendlich ausgeht, bleibt abzuwarten: Yahoo sucht bereits nach anderen Möglichkeiten, um der Übernahme zu entgehen. Beispielsweise ist eine weitere Zusammenarbeit mit Google im Bereich der Suchanzeigen geplant – ob das Ganze legal ist, muss aber erst noch von der Wettbewerbsaufsicht geprüft werden.
Marcel Petritz / afp
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

Prepaid Handy
Mit einem Prepaid-Tarif lässt sich bei voller Kostenkontrolle telefonieren. Allerdings benötigt man dann auch ein Handy ohne Vertrag.
Wer einen Discounter-Tarif bei Anbietern wie Fonic oder Simyo wählt, muss sich noch nach einem Prepaid Handy umsehen.
Verschiedene Modelle gibt es in unserer Handy Übersicht.
Mobilfunk Provider
Neben den vier großen Netzbetreibern gibt es zahlreiche Mobilfunk Discounter Angebote - auch Billigmarken der Provider wie beispielsweise Simyo von E-Plus. Den Überblick zu behalten wird immer schwerer.
Dafür haben einige der Anbieter zusätzlich günstige Handys ohne Vertrag, vom Klapphandy bis hin zum Touchscreen Handy, im Angebot.
ADSL Anschluss
Ein DSL Anschluss ist der Standardzugang der meisten Internetprovider.
Ob 1&1, der Billiganbieter congstar oder früher auch QSC oder freenet: Alle setzen auf die ADSL Technik.
Dazu gibt's verschiedene Flatrates. Neben einer Internet Flatrate ist bei vielen Angeboten oft auch eine Festnetz Flatrate inklusive.
© 1999-2012 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs