Schnelle
Breitbandzugänge sind zu einem Standortfaktor für die Ansiedlung von Unternehmen geworden. Ein Internetzugang mit ausreichender Bandbreite ist zum Standard in deutschen Unternehmen geworden.
80 Prozent mit Breitband
Der Bundesverband Informations- wirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) stellte die Analyse von Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat nun in Berlin vor. Verglichen wurde die Breitband- und Computernutzung in der EU im Jahr 2007. In Deutschland setzen 80 Prozent der Unternehmen auf Breitbandzugänge, dies ist ein wenig mehr als der EU-Durchschnitt von 78 Prozent. Dennoch liegt Deutschland damit nur auf Platz acht. Das Feld wird angeführt von Finnland, wo 91 Prozent aller Firmen bereits Breitband nutzen. Dicht dahinter folgen Spanien mit 90 und Malta mit 89 Prozent. Der Osten Europas hat noch einen großen Nachholbedarf, da dort erst 50 bis 60 Prozent der Unternehmen über einen schnellen Internetzugang verfügen.
Nicht nur große Firmen haben die Bedeutung von Breitbandzugängen erkannt. In Deutschland sind auch 77 beziehungsweise 79 Prozent der kleineren und mittleren Unternehmen mit Breitbandanschlüssen versorgt. "Ein schneller Internet-Zugang ist für die meisten Unternehmen unverzichtbar geworden, um mit Lieferanten, Partnern und Kunden schnell und komfortabel zu kommunizieren", stellt BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer fest.
Breitband wird in Unternehmen zum Standard. Zum Vergrößern anklicken.
Grafik: BITKOM
Computernutzung fast flächendeckend
In Deutschland und auch im EU-Schnitt finden sich kaum noch Unternehmen, die keine Computer einsetzen. Jeweils 97 Prozent nutzen die elektronische Unterstützung durch PCs und Netzwerke. Vorbildlich sind die Niederlande: 100 Prozent der dort tätigen Unternehmen nutzen Computer für ihre tägliche Arbeit. Als Folge der Computer- und Breitbandnutzung hat auch die Bedeutung von E-Mails stark
zugenommen. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der BITKOM zeigte, dass 48 Prozent aller deutschen Berufstätigen bereits über eine berufliche E-Mail-Adresse verfügen.
Doch es gibt nicht nur gute Zahlen zu vermelden. Zum wiederholten Male gibt es vom BITKOM den Hinweis, dass insbesondere ländliche Regionen in Deutschland noch
Nachholbedarf bei schnellen Internetzugängen haben. Der BITKOM erneuert daher seine Forderung zusätzliche
Frequenzen unter einem Gigahertz für die Breitbandnutzung zur Verfügung zu stellen. "Die zuständigen Stellen in Bund und Ländern sollten diese Frequenzen so schnell wie möglich zur Verfügung stellen", so Scheer.