Das Kölner Unternehmen
Yato, Anbieter von
Internet über Satellit, hat seiner Produktpalette einen neuen Tarif hinzugefügt. Ab sofort ist auch ein Internetzugangspaket mit einer Bandbreite von bis zu 2.048 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) erhältlich.
Zwei-Wege-System für 79,80 Euro
Inklusive ist in dem
Zwei-Wege-System auch der Rückkanal. Kunden müssen für den Tarif
yato DSL 2.048 monatlich
79,80 Euro zahlen. Der Upload beträgt maximal 128 Kbit/s. Der Tarif richtet sich nach Angaben von yato hauptsächlich an kleine Gewerbetreibende und Mittelständler, die vor allem in ländlichen Gebieten häufig über keine DSL-Versorgung verfügen. Benötigt werden ein Satmodem und eine Astra2Connect-Satellitenanlage mit einer rund 80 Zentimeter großen Schüssel. Der Erwerb der Hardware ist über eine 36-monatige Finanzierung ab neun Euro monatlich oder bei einmaliger Zahlung ab 295 Euro möglich.
Je nach Wahl der Hardware ist auch der Empfang von Digital-TV möglich. yato berechnet für die Einrichtung einmalig eine Gebühr in Höhe von 99 Euro, für den Versand der Hardware fallen 19,90 Euro an. Für die optional erhältliche Telefon-Flat in das deutsche Festnetz verlangt yato noch einmal 9,90 Euro pro Monat. Diese Flatrate ist allerdings nur für Privatkunden erhältlich. Die Mindestlaufzeit für alle yato-Tarife beträgt 24 Monate.
Ende der Internet-Klassengesellschaft?
In der Mitteilung zur Vorstellung des neuen Tarifs spricht yato ein wenig hochtrabend vom Ende der Internet-Klassengesellschaft, da nun alle bisher unversorgten Gebiete in Deutschland die Möglichkeit zur Bestellung von Internet via Satellit hätten. Natürlich besteht die Klassengesellschaft weiter fort, denn in mit DSL- oder TV-Kabel versorgten Gebieten ist der Durchschnittspreis für schnelle Triple-Play Angebote mittlerweile auf rund 30 Euro gesunken. Ein monatlicher Preis von knapp 80 Euro scheint da nicht sonderlich attraktiv zu sein, zumal die Telefonflatrate noch gesondert gebucht werden muss.
Ein Blick auf die Preise der Konkurrenz zeigt jedoch, dass es dort nicht besser aussieht. Die Telekom verlangt für ihr Sat-Internet mit
79,95 Euro einen ähnlichen Preis, bietet aber nur eine Bandbreite bis zu 1.024 Kbit/s an. Anbieter
skyDSL scheint auf den ersten Blick günstiger, doch fügt man die Rückkanaloption als Flatrate noch hinzu, so wird ebenfalls schnell die 70-Euro Grenze erreicht. Preislich gesehen ist
Internet per Satellit bei höheren Bandbreiten noch nicht konkurrenzfähig zu herkömmlichen DSL-Angeboten.