Donnerstag, 24.04.2008 16:51

BREKO übt Kritik an Bundesnetzagentur

aus dem Bereich Breitband
Die großen Wettbewerber der Telekom, die sich im Branchenverband BREKO zusammengeschlossen haben, erzielten nach Verbandsangaben 2007 einen Umsatz in Höhe von rund 5,6 Milliarden Euro. Für 2008 werde die sechs Milliardenmarke angepeilt. Diese Zahlen wurden bei der Bilanz-Jahrespressekonferenz von BREKO-Präsident Peer Knauer in Köln bekanntgegeben.

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Plus von 20 Prozent

Der Umsatz konnte im vergangenen Jahr um 20 Prozent gesteigert werden. Knauer sieht dieses Wachstum als Folge des eigenen Netzausbaus der BREKO-Mitgliedsunternehmen. Sollte den Unternehmen durch die Marktregulierung keine weiteren Steine in den Weg gelegt werden, so rechnet der BREKO-Verband mit einer Steigerung der DSL-Kundenzahlen von 6,1 Millionen im Jahr 2007 auf 7,5 Millionen in diesem Jahr. Die im BREKO organisierten Firmen stellen rund ein Drittel der etwa 20 Millionen DSL-Anschlüsse in Deutschland. In den weiteren Netzausbau, insbesondere den Aufbau von schnellen Glasfasernetzen, wollen die BREKO-Mitgliedsunternehmen 2008 rund 1,1 Milliarden Euro investieren. Einigung müsse jedoch erzielt werden über die Einbeziehung der jetzigen Netzstruktur mit den Telekom-Hauptverteilern . Einige Jahre Zeit würden die BREKO-Unternehmen für die notwendige Umstellung benötigen.

Kritik an der Bundesnetzagentur

Ein Seitenhieb auf die Bundesnetzagentur, die Regulierungsbehörde, durfte nicht fehlen. So sei die Miete für die Teilnehmeranschlussleitung mit 10,50 Euro im europäischen Vergleich immer noch zu hoch. Die Länge von Verfahren bei der Bundesnetzagentur sorgte für Unzufriedenheit beim BREKO-Verband. Knauer kritisierte, dass etwa der Standardvertrag zur Teilnehmeranschlussleitung über zwei Jahre beraten worden sei. Der BREKO-Präsident sprach sich gegen Entscheidungen für eine weitere Entwertung der vorhanden Netzinfrastruktur aus. In Hinblick auf die Entscheidung der Bundesnetzagentur zur Preisfestlegung für den Bitstromzugang forderte Knauer ein klares Signal für den Werterhalt der vorhandenen Infrastruktur. "Ein zu niedriges Bitstrom-Entgelt würde ein weiteres Mal die Reseller bevorzugen, die kaum eigene Infrastruktur besitzen und ihre Dienste einfach Huckepack auf den Netzen anderer transportieren. Das muss seinen Preis haben" bemerkt Knauer.

Jörg Schamberg
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