Der von der Deutschen Telekom Mitte März vorgestellte Plan, beim griechischen Wettbewerber Hellenic Telecom (OTE)
einzusteigen, bereitet größere Probleme als zunächst angenommen. Das "Handelsblatt" will aus Unternehmenskreisen erfahren haben, dass die Gespräche mit der griechischen Regierung schwierig verlaufen. Insbesondere die Frage, wer das Unternehmen künftig führe, sei strittig.
Wer lenkt den Konzern?
Demnach fordere die Telekom die Kontrolle im Management, obwohl sie gar nicht die Mehrheit an OTE übernehmen wird. Das schmeckt den Griechen nicht. Sie verlangen weitreichende Mitspracherechte wenn es um die Tarifpolitik, strategische Allianzen und Investitionen geht. Da Ende dieser Woche das griechische Osterfest beginnt, wird erwartet, dass in der kommenden Woche wenig passieren dürfte.
Der griechische Verkehrsminister Kostas Chadzidakis schloss unterdessen ein Scheitern der Verhandlungen nicht aus. Man wolle zwar zum Erfolg kommen, "aber natürlich nicht um jeden Preis". Laut mit den Verhandlungen vertrauten Personen soll es bereits weitere Interessenten für das Aktienpaket geben.
Viele Beteiligungen
Die Deutsche Telekom plant, für 2,5 Milliarden Euro insgesamt 20 Prozent der Anteile an OTE zu übernehmen. Der griechische Konzern ist vor allem wegen zahlreicher Töchter in den Balkanländern attraktiv.
Hayo Lücke