Mittwoch, 23.04.2008 11:46

Bittere Pille: Infineon fährt Milliardenverlust ein

aus dem Bereich Computer
Die Speicherchip-Tochter Qimonda hat dem Halbleiter-Hersteller Infineon im abgelaufenen Quartal einen Verlust in Milliardenhöhe beschert. Infineon verzeichnete ein Minus von insgesamt 1,37 Milliarden Euro, wie der Münchner High-Tech-Konzern am Mittwoch mitteilte.

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Umsatz steigt

Auch das Geschäft ohne das defizitäre Tochterunternehmen sei rückläufig. Der Gewinn nach Steuern im Kerngeschäft ohne Qimonda schrumpfte gegenüber dem Vorjahresquartal um rund ein Fünftel von 25 auf 19 Millionen Euro, teilte Infineon mit. Der Umsatz wuchs um rund sieben Prozent und lag bei 1,05 Milliarden Euro.

Für das laufende Quartal rechnet der Konzern mit einem "unveränderten oder leicht rückgängigen Umsatz". Einen Gewinn von 40 Millionen Euro solle der Verkauf der Festplatten-Fertigung bringen, hieß es.

Das Geschäft der Speicherchip-Tochter Qimonda brachte Infineon im zweiten Quartal einen Verlust von insgesamt 1,4 Milliarden Euro ein. Infineon hatte am Dienstag bereits mit Blick auf den geplanten Verkauf von Qimonda den Wert des Tochterunternehmens um rund eine Milliarden Euro nach unten korrigiert. Daneben habe Qimonda im laufenden Geschäft erhebliche Verluste eingefahren.

Anspaltung angestrebt

Infineon hatte am Dienstag angekündigt, Qimonda in seinen Bilanzen künftig als "nicht fortgeführte" Aktivität zu betrachten. Mit dem Schritt will der Konzern die Trennung von Qimonda weiter voran treiben.
Hayo Lücke / afp
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