Unglaublich, aber wahr: Wie die Virenjäger von Panda Security in einer repräsentativen Studie herausfanden, sind 72 Prozent aller Unternehmensnetze mit Schadsoftware verseucht. In privaten Haushalten liegt die Quote immerhin bei 23 Prozent. Rund 1,5 Millionen Computernutzer wurden für die Untersuchung befragt. Das Erstaunliche daran: Viele von ihnen hatten zur Zeit der Umfrage Sicherheitsprogramme wie Viren-Scanner und Firewalls installiert.
Saubere Systeme gewinnen
Als Antwort auf die brisanten Ergebnisse hat Panda Security – sicherlich nicht ganz uneigennützig – eine Kampagne ins Leben gerufen. Sowohl Unternehmen als auch private Nutzer sind bei
Infected or Not? aufgerufen, ihr System einem Gratis-Scan zu unterziehen. Eine Datenbank mit mehr als elf Millionen Malware-Samples soll dabei für eine erhöhte Erkennungskapazität und somit für einen besseren Sicherheitsstatus sorgen. Wer den Test ohne Beanstandung seitens des Scanners absolviert, nimmt automatisch an einer Verlosung von 5.000 Euro teil – für Einzelplatz-Nutzer winken zusätzlich mehrere iPhones als Gewinne. Eine Teilnahme an der Kampagne setzt eine Registrierung voraus.
Kampagnenseite: Dem Gewinner winken 5.000 Euro. Bild: Panda Security
"Collective Intelligence"
"Viele Anwender und IT-Manager glauben, dass alle Sicherheitslösungen gleich gut schützen und schon allein die Installation einer einfachen Antivirenlösung effiziente Sicherheit bietet. Die Wirklichkeit sieht allerdings ganz anders aus: Aufgrund der rasanten Malware-Entwicklung bietet eine herkömmliche Antiviren-Lösung nur beschränkt Schutz", erklärt Mathieu Brignone, Chief Marketing Officer bei Panda Security. "Diese Computer-User laufen Gefahr, dass vertrauliche Daten entwendet und ihre Identität übernommen wird oder Informationen über Kreditkarten und Bankkonten missbraucht werden."
Aus diesem Grund setzt Panda Security auf die sogenannte "Collective Intelligence". Während eines Viren-Scans werden dabei Daten in Echtzeit an ein Kollektiv von Panda-Servern übertragen. Erst dort beginnt die eigentliche Überprüfung – einzelne Systeme seien aufgrund der Intensität der Rechenleistung der Aufgabe nicht gewachsen. Nach Angaben des Unternehmens wurden im vergangenen Jahr 94 Prozent aller bei Panda analysierten Gefahren durch die "Collective Intelligence" aufgespürt.
André Vatter