Donnerstag, 17.04.2008 16:46

Telekom lässt die Luft aus dem ENUM-Testballon

aus dem Bereich VoIP
Es war ein Projekt auf Zeit, jetzt läuft die Uhr für ENUM (tElephone NUmber Mapping) bei der Telekom ab. Ende Juni ist nach mehr als fünf Jahren die Testphase für die "Nummer für alle Fälle" vorbei. Ein anschließender Wirkbetrieb ist derzeit beim Rosa Riesen nicht geplant. Daher werden alle registrierten Daten zum Projektende gelöscht – es sei denn, die ENUM-Registrierung wird zu einem anderen Anbieter übertragen.

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Vom Feld in den Betrieb

"In den zurückliegenden Jahren konnten wir gemeinsam mit Ihnen die Einsatzmöglichkeiten und Grenzen von Public User ENUM untersuchen", heißt es in der Telekom-Meldung zum Abschluss des Projekts. Der Projektauftrag sei daher auch in Bezug auf die Dauer mehr als erfüllt worden. Seit 20. Januar 2003 führte T-Systems das ENUM-Trial Projekt im Zuge des Feldversuchs der deutschen Domain-Registrierungsstelle DENIC durch. Nachdem ENUM 2006 offiziell in den Wirkbetrieb überging, setzte T-Com das Versuchsprojekt fort und ermöglichte weiterhin die kostenlose Teilnahme für interessierte Unternehmen, Organisationen und Privatnutzer.

Umzug erforderlich

Mit ENUM zieht die Rufnummer ins Internet um: Das System übersetzt bestehende Rufnummern in IP-ähnliche Universal-Adressen. So würde beispielsweise aus der deutschen Festnetz-Nummer +49-221-1234567 die Adresse 7.6.5.4.3.2.1.1.2.2.9.4.e164.arpa, wobei die Endung 9.4.e164.arpa für den deutschen Nummernraum steht, der von DENIC verwaltet wird. Diese Zuordnung von Rufnummern zu Internet-Adressen soll die Kommunikation per Telefon, Fax und Co. vereinfachen, indem alles auf eine Rufnummer reduziert wird. Der Domaininhaber selbst entscheidet hierbei, wo und wie er unter dieser Nummer erreichbar ist. Nutzer, die sich für den Telekom ENUM-Trial registriert haben, sollen laut Telekom per E-Mail über die weitere Vorgehensweise informiert werden. Wer seinen ENUM-Eintrag behalten will, muss ihn zu einem anderen der rund 90 bei der DENIC gelisteten ENUM-Registrare portieren.
Aleksandra Leon
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