Der bundesweit größte Kabelnetzbetreiber
Kabel Deutschland (KDG) vermeldet bei der Bekanntgabe der Bilanz für das Geschäftsjahr 2007/2008 positive Reaktionen der Kunden auf die Internetangebote des Unternehmens.
Knapp 400.000 Kabelsurfer
Die Zahl der Internetkunden, die über das Kabelnetz ins Internet gehen, wurde mehr als verdoppelt. Zum Ende des Geschäftsjahres 2007/08 am 31. März 2008 ist die Zahl von 179.000 Anschlüssen im Vorjahr auf 394.000 Anschlüsse gestiegen. Auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte von 382 Millionen Euro auf rund 445 Millionen Euro zu. Positiv entwickelte sich auch die Zahl der Abonnements, die um rund 230.000 auf knapp 10,6 Millionen anstieg. Der Anteil der Premium-Produkte Digital TV, Internet und Telefon daran wuchs von 14,9 Prozent im Vorjahr auf nun 23 Prozent.
Mehr Abonnements, weniger Kunden
Auch wenn die Zahl der Abonnements gesteigert werden konnte, sank gleichzeitig die Kundenzahl. Im Vergleich zum Vorjahr verlor KDG rund 356.000 Kunden und kommt nun auf eine Gesamtkundenzahl von rund 8,8 Millionen. Weniger Kunden schlossen demnach mehr Abonnements ab. Damit setzt sich der Trend fort, der sich schon bei der Bekanntgabe der
Neun-Monatszahlen im Februar abgezeichnet hatte. Die derzeitig guten Geschäftszahlen für KDG könnten den Kabelnetzbetreiber auch zu einem potentiellen Kandidaten für einen Börsengang machen. "Die KDG wäre heute durchaus börsenfähig. Wenn das Marktumfeld stimmt, hätten wir eine tragfähige Equity-Story", sagte der KDG-Vorsitzende in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ).
Von Hammerstein wies gegenüber der FAZ Gerüchte über Interesse an den Ausstrahlungsrechten für die Bundesliga zurück. Die Kunden von Kabel Deutschland könnten über den Pay-TV-Anbieter Premiere Live-Übertragungen der Bundesliga anschauen. Mit dieser Situation sei Kabel Deutschland "sehr zufrieden".
Bis zum 30. April bietet
Kabel Deutschland noch alle Doppelflats mit Internet und Telefonie in den ersten drei Monaten vergünstigt zum Preis von 9,90 Euro monatlich an. Ab dem vierten Monat wird dann wieder der reguläre Preis zwischen
19,90 Euro und 39,90 Euro fällig.