Die Verbraucherzentrale NRW hat eine Klage gegen
Arcor eingereicht. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine". Vermehrt hatten sich Verbraucher bei der Zentrale beschwert, weil sie Abmahnungen von Arcor wegen übermäßigem Telefonieren erhalten haben – trotz Flatrate-Vertrag.
Falsche Versprechen
Die Verbraucherzentrale ist mit diesem Vorgehen von Arcor nicht einverstanden, die Werbeaussagen "Endlos telefonieren" und "Flatrate" des Unternehmens würden den Kunden schließlich suggerieren, dass unbegrenztes telefonieren erlaubt sei. Vermehrt beschweren sich Arcor-Kunden auch in Internet-Foren: Vor allem Vieltelefonierer, die zusätzlich für eine Auslandsflatrate 3,95 Euro monatlich bei Arcor bezahlen, sollen verwarnt werden. Dabei fordert Arcor von den Kunden entweder den Rücktritt von der Flatrate und somit wieder die Bezahlung nach Minutenabrechnung, oder eine drastische Reduzierung der Auslandstelefonate.
Arcor beruft sich dabei auf einen Absatz in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, in dem es heißt, dass nur private Gespräche über die Flatrate geführt werden dürfen. Den für Arcor unwirtschaftlichen Vieltelefonierern unterstellt der Konzern, dass sie die Flatrate auch für gewerbliche Zwecke nutzen.
Ähnlich ergeht es Base-Kunden
In ähnlichem Stil hat auch E-Plus einige seiner
Base-Kunden
gekündigt. Den Kunden wird vorgeworfen, sie würden tagelang ununterbrochen im Internet surfen und Daten austauschen. In Internet-Foren bestreiten die Base-Kunden dies aber.
Filip Vojtech