Ein weiterer Vorteil von HDMI ist, dass neben den Videodaten auch Audiosignale übertragen werden, zusätzliche Audiokabel entfallen also. Hört sich soweit gut an: In der Praxis bedeutet dies aber, dass der Sound nur über die Fernsehlautsprecher zu hören ist. Soll eine Surround-Anlage angeschlossen werden, muss dies wie gehabt über die Soundkarte erfolgen oder über den eventuell vorhandenen Stereoaudioausgang des TV, dann gibt es aber keinen echten Mehrkanal-Sound. Aber auch am Hifi-Bereich geht die Digitalisierung nicht spurlos vorbei: Ab rund 300 Euro bekommt man bereits einen Surround-Verstärker mit HDMI Anschluss.
HD Clips im Netz
Da viele LCD- oder Plasma-Fernseher im Gegensatz zu PC-Monitoren keinen DVI-Eingang besitzen, ist ein entsprechendes Kabel oder ein Adapter von DVI-D auf HDMI nötig, um Grafikkarte und Fernseher miteinander zu verbinden. Steht der Rechner nicht im Wohnzimmer, auch kein Problem: Die maximale Länge der Kabel beträgt zur Zeit etwa 20 bis 25 Meter. Im Test mit einem 20 Meter langem HDMI-Kabel traten, bis auf das Verlegen, keine Schwierigkeiten auf; Kostenpunkt: etwa 70 Euro für ein Kabel gehobener Qualität.
Das Angebot an Blu-ray Discs
wächst stetig. Bild: Sony
Für hochauflösende Videodateien ist hingegen kein spezieller Software-Player nötig. VLC, Media Player & Co. haben damit keine Schwierigkeiten. Leider ist zur Zeit die einzige legale Quelle für HD-Filme der kürzlich
getestete VOD-Anbieter Videoload. Im Netz lassen sich aber auch legale hochauflösende Videos finden. Natürlich keine ganzen Filme, zum ersten Ausprobieren sind sie aber bestens geeignet. Eine kleine Auswahl an verschiedenen HD-Videos bietet Microsoft auf der
Website an. Konkurrent Apple schläft auch nicht und bietet seinerseits zahlreiche
Film-Trailer in HD an.