Bei der Auswahl empfiehlt es sich, die Geräte beim Händler vor Ort anzuschauen und sich dann ein Urteil zu bilden. Von hochauflösenden HD-Präsentationsvideos sollte man sich nicht täuschen lassen, zur Beurteilung der Bildqualität sollte ein "normales" TV-Bild herangezogen werden. Wer lieber online bestellt, kann auf das 14-tägige Rückgaberecht des Fernabsatzgesetzes zurückgreifen und sich den Fernseher zum ausgiebigen Testen nach Hause holen.
HD TV leider Mangelware
Sollte dann nach reiflicher Überlegung endlich ein HD ready oder sogar ein HD Ready 1080p im Wohnzimmer stehen, macht sich erst einmal Ernüchterung breit. Viel schärfer wirkt das Fernsehbild nicht, bei Betrachtung aus der Nähe sogar grobkörniger als das herkömmliche TV-Bild. Keine Angst, der Fernseher ist nicht kaputt. Nur leider hinkt Deutschland in der Versorgung mit HD-Inhalten via Kabel oder Satellit ziemlich hinterher. Der erste Versuch könnte in diesem Jahr von den öffentlich-rechtlichen Sendern mit der
Ausstrahlung der Fußball-EM gestartet werden.
Für den Empfang via Satellit ist aber dann ein HD-fähiger DVB-S Receiver nötig, der noch mal um die 200 Euro kostet, Kabelnutzer müssten in eine DVB-C Set-Top-Box investieren. Regelmäßige HD-Inhalte liefert zum Beispiel nur der Bezahlsender Premiere via Satellit, für den Empfang ist allerdings ein vom Sender zertifizierter Receiver nötig. Kabelnutzer kommen nur in ausgewählten Regionen in den Genuss.
Ein HD tauglicher Receiver lässt sich am offiziellen HD TV Siegel erkennen, was sicherstellt, dass 720p und 1080p Signale verarbeitet werden können. TV-Geräte, die einen HD-Receiver bereits integriert haben, dürfen sich ebenfalls damit schmücken. Ganz auf Nummer sicher geht, wer auf das Logo HD TV 1080p achtet: Damit ist garantiert, dass der Fernseher hochauflösende TV-Bilder via Kabel oder Satellit empfangen und dekodieren kann, aber zusätzlich noch in der Lage ist, die volle HD-Auflösung von 1.920x1.080 Pixel darzustellen.