Scharfe neue TV-Welt: Fast jeder verkaufte Fernseher trägt mittlerweile das HD Ready Logo. Laut einer von LG Electronics in Auftrag gegebenen Studie verfügen bereits 49 Prozent aller europäischen Haushalte über einen High Definition (HD) Plasma- oder LCD-Fernseher, Tendenz steigend. Wirklich genutzt wird der hochauflösende Standard von den Kunden bisher aber noch nicht. Gründe dafür gibt es viele: Nicht genügend HD-Material, HD-Fernsehempfang steckt noch nicht mal in den Kinderschuhen und zu teuer ist das Ganze sowieso – stimmt das wirklich? Die Redaktion von onlinekosten.de zeigt, wie auch für relativ wenig Geld HD ins Wohnzimmer gezaubert wird.
Update vom 15. März: Neuer HD-Ratgeber
Da sich in zwei Jahren in der Internet- und Technikwelt einiges ändert, haben wir mittlerweile einen runderneuerten High Definition und HDTV Ratgeber veröffentlicht.
HD Ready?
Voraussetzung dafür ist natürlich ein Fernseher mit dem berühmt-berüchtigten HD Ready Logo. Prangt so ein Aufkleber auf dem Gehäuse, ist die Mindestanforderung für HD-Inhalte erfüllt. Die maximale Auflösung beträgt dann 1.280x720 Pixel, also 1.280 horizontale und 720 vertikale Zeilen. Ein für High Definition nötiger HDMI-Anschluss gehört ebenfalls dazu. Die Darstellung erfolgt im Vollbildverfahren (progressive), daher lässt sich auch oft die Bezeichnung 720p lesen. Kostenpunkt für ein HD-taugliches Einsteigergerät mit 81 Zentimetern Bildschirm-Diagonale: circa 600 Euro.
Die nächste Stufe bilden Fernseher mit so genanntem HD ready 1080p. Diese Geräte bieten eine Auflösung von 1.920x1.080 Pixel im Vollbild-Modus. Die Preise starten hier zwischen 1.000 bis 1.200 Euro, ab einer Diagonalen von 94 Zentimetern ist HD Ready 1080p empfehlenswert.
Nur diese Logos garantieren ungetrübten
HD Genuss. Bild: EICTA
Vorsicht vor vermeintlichen Normen wie Full HD oder True HD: Diese sind reine Blender – Marketing-Erfindungen der Hersteller und keine offiziellen Standards der EICTA (European Information, Communications and Consumer Electronics Technology Industry Associations). Full HD zum Beispiel sagt nur aus, dass das Display eine maximale Auflösung von 1.920x1.080 Pixel besitzt, jedoch nicht, ob die Bilder im Vollbildverfahren (progressive) oder im Halbbildverfahren (interlaced) dargestellt werden. Das Vollbildverfahren bietet eine ruhigere Darstellung. Auch der Begriff "1080p Input" ist mehr als irreführend: Der Fernseher versteht zwar die hohe Auflösung, die beispielsweise von einem Blu-ray Film geliefert wird, kann diese aber in aller Regel nicht darstellen, die Wiedergabe erfolgt in 720p.