Der amerikanische Domainverwalter
VeriSign erhöht im Oktober wieder die Preise für seine Top-Level-Internetadressen. Demnach soll eine .com-Domain dann jährlich 6,86 statt bisher 6,42 US-Dollar kosten. Eine .net-Domain gibt es für 4,23 anstatt 3,85 Dollar.
Immer höheres Datenaufkommen
Begründet wird die erneute Preiserhöhung – bereits im
vergangenen Jahr hatte VeriSign die Einkaufspreise für die beiden Top-Level-Domains angehoben – unter anderem mit dem Ausbau der Netz-Infrastruktur sowie der zunehmenden Zahl an
Cyberattacken. Laut Unternehmen steige die Nutzung von Wireless-Internetdiensten rasant an und verursache ein immer höheres Datenaufkommen. So verzeichnet der Domainverwalter täglich rund 33 Milliarden DNS-Datenbankabfragen – und die Zahl steigt noch weiter an. Deshalb wolle man sich fit für die Zukunft machen und beispielsweise die Netzwerk-Bandbreite von 20 Gigabit pro Sekunde auf über 200 Gigabit aufstocken.
Preiserhöhung für Endkunden noch ungewiss
Grundlage für die Preiserhöhung ist ein mit der Internetbehörde
ICANN abgeschlossener Vertrag, der es dem Unternehmen erlaubt, in vier von sechs Jahren Vertragslaufzeit die Preise für die .com- und net-Domains um maximal je sieben Prozent anzuheben. Branchenkenner gehen davon aus, dass VeriSign diese Möglichkeit auch bis zum Vertragsende im Jahr 2012 kontinuierlich nutzen wird. Somit könnten sich bis dahin die Preise für die beiden wichtigsten generischen Endungen mit rund 84 Millionen
Domains um fast die Hälfte erhöhen. Ob die neuen Preise von den Registraren dann auch Jahr für Jahr an die Endkunden weitergeben werden, bleibt abzuwarten.
Michael Friedrichs