Dienstag, 06.05.2008 10:22

Akoya MD 96652 Test: Medion-Sub im Gala-Frack

aus dem Bereich Computer
"Hightech in schön" – so bewirbt Medion das 12,1-Zoll-Notebook Akoya MD 96652. Der Aldi-Hersteller hat offenbar die Dame von Welt als Zielgruppe entdeckt. Nach dem Motto: Wer Glitzer-Ohrringe trägt, schreckt auch vor pinkfarbenen, strassbesetzten Notebooks wie dem MD 96360 nicht zurück. Mit dem glänzend schwarzen Akoya MD 96652 in weißer Kunstledertasche will Medion offenbar die gleiche Furche beackern. Ladies aufgepasst: Ist der kleine "Womanizer" nur modischer Hingucker oder wirklich kompaktes Energiebündel zum fairen Preis?

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Dandylike im Klavierlack-Design

Durch den Klavierlack-Look wirkt das 303x225x28/32 Millimeter große Akoya wie ein Subnotebook im Gala-Frack. Schon beim ersten Aufklappen zeigt sich denn auch gleich die Kehrseite der Eleganz: Die hinterlassenen Fingerabdrücke sind ein Traum für jedes Spurensicherungs-Team. Lektion Nummer eins für die modebewusste IT-Frau: Niemals ohne Taschentuch unterwegs sein. Gut, dass es das Kunstleder-Täschchen gibt: Dort kann man das Poliertuch dezent verschwinden lassen.

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Schick aber nicht pflegeleicht:
Das Klavierlack-Sub von Medion.
Foto: onlinekosten.de
Das umfassende Benutzerhandbuch ist verständlich geschrieben und lässt auch den PC-Einsteiger nicht im Regen stehen. Schade nur, dass man manche dort beschriebene Funktion im Rechner vergeblich sucht. Der Launch Manager zur Zuordnung der Schnellstart-Tasten ist jedenfalls nicht wie angegeben unter "Alle Programme" zu finden.

Einschalter und Schnellstart-Tasten fallen klein aus und stellen die erste Herausforderung für den Durchschnitts-Zeigefinger dar. Man muss schon gut zielen und eventuell auch mehrfach drücken, bis das blaue Schalterlicht Erfolg vermeldet. Einmal in Betrieb, fährt Windows aber recht zügig hoch und konfiguriert sich eigenständig.

Zehn-Finger-Schreiber haben es nicht leicht mit der Tastatur. Sie mag es etwas derber mit sicherem Anschlag, sonst werden Buchstaben schon mal verschluckt. Zu unsensibel sollte man aber auch nicht zu Werke gehen, denn das Tastenbrett lässt sich leicht durchdrücken. Es ist eben ein Laptop und kein Klavier, auch wenn es wie eines aussieht – und unter dem relativ günstigen Preis von 649 Euro muss eben auch die Verarbeitung leiden.

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