Um einer feindlichen Übernahme durch den Software-Giganten Microsoft zu entgehen, hat der US-Internetkonzern Yahoo drei neue Optionen ausgearbeitet. Unter anderem ziehe das Unternehmen eine Zusammenarbeit mit AOL in Betracht, berichtete das "Wall Street Journal" am Mittwoch auf seiner Internetseite.
"Viel Arbeit"
Es sei aber noch "viel Arbeit zu erledigen", schrieb die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise. Die weiteren Optionen sind laut der Zeitung ein massiver Rückkauf von eigenen Aktien und eine Kooperation mit dem Konkurrent Google im Bereich der Werbung.
Feindliche Übernahme angedroht
Microsoft hatte Yahoo in den vergangenen Tagen mit einer feindlichen Übernahme
gedroht, sollte binnen drei Wochen keine Einigung zustande kommen. Der US-Softwarekonzern hatte Yahoo am 1. Februar eine Barzahlung in Höhe von 42 Milliarden Dollar angeboten. Das vorgelegte Angebot entspricht 31 Dollar pro Yahoo-Aktie und hätte den Aktionären einen Gewinn von 62 Prozent eingebracht.
Microsoft strebt mit der Offerte eine stärkere Position im Internetgeschäft in Konkurrenz zu Google an. Die Yahoo-Führung hatte das Microsoft-Angebot als zu gering abgelehnt, weil es nicht das Entwicklungspotenzial des Unternehmens berücksichtige.
Aleksandra Leon
/ afp