Anzeige:
vodafone.de
Mittwoch, 09.04.2008 13:03

Bundesnetzagentur lässt "Letzte Meile" schrumpfen

aus den Bereichen Breitband, Sonstiges
"Weg mit der Letzten Meile", lautete die Forderung der EU-Kommission – die Bundesnetzagentur sollte sie umsetzen. Heute gaben die Regulierer in Bonn bekannt, ein "faires Leistungsangebot für IP-Bitstrom geschaffen" zu haben. Die Wettbewerber im Breitbandmarkt wird der neu geschnürte und der Telekom auferlegte Pflichtenkatalog freuen.

Anzeige
Umfassende Bitstrom-Regelung

Konkret geht es um das DSL-Netz des Ex-Monopolisten, das für die Konkurrenz geöffnet werden soll. Erst dann sind die Wettbewerber in der Lage, ihren Kunden einen entbündelten Breitbandzugang auf Basis des Internetprotokolls, kurz "IP-Bitstrom", zur Verfügung zu stellen. In der Praxis ließ sich dieser Anspruch häufig nicht reibungslos umsetzen, zudem kam es immer wieder zu zeitintensiven Vertragsverhandlungen zwischen beiden Parteien. Mit dem neuen Leistungskatalog soll dies nun ein Ende haben. Er sieht unter anderem das Pflichtangebot eines Stand Alone Bitstroms mit symmetrischen Geschwindigkeiten vor, bei dem also der Upload nicht dem Download untergeordnet wird. Darüber hinaus muss die Telekom das Versprechen einhalten, zu jedem Zeitpunkt eine Mindestqualität zu gewähren, die auch ein Angebot von Sprachdiensten über den IP-Bitstrom ermöglicht. Letztlich sollen die Modalitäten und Prozesse zwischen allen Beteiligten stark vereinfacht und standardisiert werden. Dazu zählen Bestellvorgänge, Haftungsbestimmungen, Kündigungen und auch die Wechselbedingungen für Kunden.

Änderungen im Standardangebot unvermeidbar

Eigentlich betritt die Bundesnetzagentur mit dem Leistungskatalog kein Neuland. Bereits im August letzten Jahres hatten die Regulierer der Telekom ein obligatorisches IP-Bitstrom-Standardangebot vorgesetzt, das der Ex-Monopolist bis heute jedoch nicht vollständig umgesetzt hat. "Mit der Entscheidung haben wir eine weitere wichtige Weiche für mehr Wettbewerb im Breitbandmarkt gestellt. Sie ist das Ergebnis einer sehr umfassend durchgeführten Überprüfung, ob und inwieweit das von der Deutschen Telekom vorgelegte Standardangebot vollständig ist und den Vorgaben der Billigkeit, Chancengleichheit und Rechtzeitigkeit entspricht. Daher haben wir einige Regelungen in dem von der Deutschen Telekom vorgelegten Standardangebot ändern müssen, damit das Vertragswerk insgesamt den rechtlichen Anforderungen des Telekommunikationsgesetzes genügt und die Wettbewerber auf der Basis dieses Mustervertrags konkrete Bitstrom-Zugangsverträge mit der Deutschen Telekom abschließen können, ohne hierfür zunächst zeitaufwändig verhandeln zu müssen", erklärte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, anlässlich der Bekanntgabe der Entscheidung.

Das Standardangebot beinhaltet noch keine Informationen über Entgelte, die Wettbewerber für einen IP-Bitstromzugang zu leisten haben. Die Finanzfrage wird nach Angaben der Bundesnetzagentur derzeit in einem eigenständigen Verfahren entschieden. Bis zum 13. Mai 2008 wird hier mit einer Antwort gerechnet.
André Vatter
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 EU is der letzte Rotz! (5 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Andre St. am 11.04.2008 um 20:26 Uhr
 Kann man nur befürworten (kT) (0 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von florian.s am 09.04.2008 um 13:53 Uhr
 Suche

  News
Sonntag, 26.05.2013
Die verbotene Luftmatratze: Ist Airbnb in New York illegal?
Twitter: Mehr als 4,8 Millionen Tweets zum Finale
Eine halbe Million Euro für einen Apple I
Samsung Galaxy S4 im Test - Software-Wunder mit Top-Ausstattung
Online-Heiratsschwindel - Die Gefahr aus dem Netz
NEC MultiSync P242W: IPS-Monitor im 16:10-Format
Samstag, 25.05.2013
YouTube für Windows Phone: Microsoft entfernt Downloader
Experte: Eltern sollen Kinder am Computer kontrollieren
Samsung stellt 960-GB-SSD für Big-Data-Center vor
"WiWo": Neue Sicherheitsprodukte der Telekom gegen Cyber-Attacken starten in diesem Jahr
Klick & Guck: Online-Filmverleih im Aufwind
"Focus": Günstigere EU-Datentarife von Vodafone und E-Plus
Bericht: Yahoo bietet für US-Videodienst Hulu mit
"WSJ": Google will Mobilfunk-Netze in Schwellenländern aufbauen
Telekom: Fitnessarmband UP erfasst Bewegungen und Schlafphasen
Weitere News
Internet über Kabel
Kein DSL oder nur schlechte Werte im DSL Speedtest? Internet über das Kabelnetz ist eine der führenden DSL Alternativen.
Kabelanbieter bieten ultraschnellen Downstream über den Kabelanschluss.
Wenn kein DSL verfügbar ist und auch kein Kabel digital gewünscht wird, ist mobiles Internet vielleicht interessant.
DSL 16000
DSL Turbo und ganz oben dabei im DSL Speed Test:
Mit DSL 16000 durchs Internet und alle Vorzüge wie Internettelefonie und Internet TV genießen.
Alle Anbieter von DSL und dem schnellen VDSL in der Übersicht.
Prepaid Handy
Mit einem Prepaid-Tarif lässt sich bei voller Kostenkontrolle telefonieren. Allerdings benötigt man dann auch ein Handy ohne Vertrag.
Wer einen Discounter-Tarif bei Anbietern wie Fonic oder Simyo wählt, muss sich noch nach einem Prepaid Handy umsehen.
Verschiedene Modelle gibt es in unserer Handy Übersicht.
© 1999-2013 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs