Freitag, 11.04.2008 16:27

Google startet Hosting für Webanwendungen

aus dem Bereich WebHosting
Google macht mal wieder von sich reden. Im Rahmen eines hauseigenen Entwickler-Treffens gab der Internet-Riese erste Einblicke in seine so genannte Google Apps Engine, mit der Entwickler ihre selbst erstellten Webanwendungen über die Serverinfrastruktur von Google betreiben können.

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"Platform-as-a-Service"

Das neue Angebot ist laut dem Internetunternehmen der Einstieg in ein noch relatives unbekanntes Geschäftsfeld, besser bekannt unter Platform-as-a-Service (PaaS). Ähnlich wie Software-as-a-Service-Angebote bringt Googles Apps Engine besonders den Entwicklern zahlreiche Vorteile. Unternehmen können so eigene webbasierte Anwendungen erstellen, ohne dass sie dafür in eine eigene Software- oder Hardware-Infrastruktur investieren müssen. Diese Möglichkeit haben neben Google bereits auch andere Unternehmen wie Amazon mit seinen Web Services erkannt und bieten eigene PaaS-Lösungen an.

Ausreichend Speicherplatz vorhanden

Ein weiterer Vorteil der App Engine ist laut Google die Skalierbarkeit. So könnte einer anfangs kleinen Webanwendung wie einer Datenbank im Laufe der Zeit immer mehr Ressourcen (Speicherplatz, Rechenleistung) in Googles Serverumgebung zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich haben die Entwickler die Möglichkeit, bei der Erstellung ihrer Anwendungen auf vorprogrammierte Bausteine wie Schnittstellen für die Nutzeridentifizierung oder den E-Mail-Versand zurück zu greifen. Auch in Sachen Verwaltung will Google den Entwicklern unter die Arme greifen und entsprechende Tools anbietet.


Google App Engine: ein neues Tool für Entwickler. Quelle: YouTube.com


Vorerst begrenzte Teilnehmerzahl

In der Anfangsphase ist Googles App Engine lediglich eingeschränkt nutzbar. So können sich vorerst nur 10.000 Entwickler anmelden. Hinzu kommt, dass zunächst nur Python als Programmiersprache unterstützt wird. Auch Speicherplatz, Rechenleistung und Bandbreite sollen vorerst nur begrenzt angeboten werden. Später soll es allerdings möglich sein, seine Ressourcen gegen Bezahlung zu erweitern. Bis dahin soll das Angebot aber kostenlos sein.
Michael Friedrichs
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