Die Einwände seitens Base sind in gewisser Weise nachvollziehbar denn jede Flatrate ist zu einem Teil auch eine Mischkalkulation. Wenig- und Normalnutzer sorgen dafür, dass ein bestimmter Prozentsatz an Usern mit hoher Datennutzung querfinanziert werden kann. Das reicht Base aber offenbar nicht aus und man greift nun zur Notbremse. Gekündigt wurden nach uns vorliegenden Erkenntnissen in den meisten Fällen nur Base-Kunden, die auf mehr als 15 Gigabyte Datenvolumen im Monat kommen.
Was ist erlaubt und was nicht?
Allerdings erfolgten die Kündigungen aus nicht nachvollziehbaren Gründen. In den AGB auf der Base-Homepage ist nämlich lediglich davon die Rede, dass VoIP-Verbindungen nicht erlaubt seien und bei Filesharing eine abweichende Übertragungsrate eingesetzt werde. In den Kündigungsschreiben ist weder von VoIP-Nutzung, noch von Filesharing die Rede. Lediglich die dauerhaft aufgebaute Internetverbindung wird beanstandet und das ist bei einer Internet-Flatrate definitiv nichts Außergewöhnliches.
Nicht zu Unrecht monieren gerade deswegen viele User das drastische Vorgehen von Base und verurteilen die fristlosen Kündigungen scharf. Auf Nachfrage unserer Redaktion gaben mehrere Nutzer an, keine intensiven Downloads anzustoßen, wohl aber auf Webradio- und Video-Dienste wie YouTube oder MyVideo zurückzugreifen. Auch das ist heutzutage alles andere als ungewöhnlich - vor allem bei breitbandigen Internetverbindungen.
Stellungnahme eingegangen
Insofern bleibt nur die Vermutung, dass Base für Platz in den UMTS-Zellen schaffen möchte, die von den Power-Usern blockiert werden. Inzwischen hat sich E-Plus gegenüber onlinekosten.de zu den Vorfällen geäußert. Das Statement und Alternativen zur Base-Flatrate sind in unserer
Extra-Meldung zum Thema zu finden.
Hayo Lücke