Knapp zwei Monate nach seinem
letzten Aktienzukauf hat US-Medienmogul Rupert Murdoch weitere Wertpapiere von Deutschlands größtem Pay-TV-Anbieter Premiere gekauft. Sein Konzern News Corporation habe ein Aktienpaket von knapp drei Prozent erworben und halte nun 22,7 Prozent an Premiere. Der Zukauf nährt Spekulationen, wonach Murdoch bald die Kontrolle über den Bezahlfernsehsender
übernehmen könnte.
Ziel: Sitz im Aufsichtsrat
Um Premiere allerdings wirklich kontrollieren zu können, braucht Murdoch einen Anteil von mehr als 30 Prozent. Davon ist der noch weit entfernt - noch. Wenn Murdoch mehr als 30 Prozent der Premiere-Anteile hält, müsste er allen Anteilseignern ein Übernahmeangebot unterbreiten. Experten gehen allerdings nicht davon aus, dass es zu einer Komplettübernahme kommen wird. Von Interesse dürfte für Murdoch aber ein Sitz im Premiere-Aufsichtsrat sein.
Für die Premiere-Aktie bedeutete der Anstieg im nachbörslichen Handel einen deutlichen Kurssprung. Sie legte bis 20 Uhr auf 14,35 Euro zu. Das entspricht einem Plus von 45 Cent beziehungsweise drei Prozent gegenüber dem Vortag.
Hayo Lücke