Mitte März war es bereits
angekündigt worden, jetzt kann ein erster Vollzug vermeldet werden: die Social-Network-Plattform MySpace startet einen eigenen Musikdienst und tritt damit in unmittelbare Konkurrenz zu iTunes, Musicload und Co. Zu diesem Zweck wurde ein Joint Venture mit Universal Music, Sony BMG und Warner Music eingegangen, teilte MySpace mit.
Zum Teil ohne Kopierschutz
Ziel sei es, die mit über fünf Millionen Künstlern populärste Musik-Community von MySpace mit dem Angebot der Plattenlabels zu verknüpfen. Damit entstehe mit "MySpace Music" die größte Musikplattform der Welt. Nutzer sollen künftig einzelne Songs oder Alben gegen Bezahlung auf ihren Computer laden können - zum Teil sogar ohne Kopierschutz. Außerdem werde es eine mobile Lösung geben, die den Download auf Handys erlaube. Abgerundet wird das Musikangebot durch kostenlose Audio- und Video-Streaming-Angebote, die durch Werbung finanziert werden sollen.
Ein konkreter Starttermin wurde unterdessen noch nicht bekannt. In einer Unternehmensmitteilung heißt es lediglich, dass MySpace Music "in den kommenden Monaten" an den Start gehen werde. Zunächst wird das neue Projekt in den USA nutzbar sein und anschließend auf weitere Länder wie Deutschland ausgeweitet. Dann werden auch Details zu den Preisen bekannt gegeben. Bisher wurde lediglich verraten, dass man "konkurrenzfähihge" Angebot zu den etablierten Music-Download-Shops anbieten wolle.
Hayo Lücke