Mittwoch, 02.04.2008 16:47

VATM: "Telekom-Bündelangebote sind unzulässig"

aus dem Bereich Breitband
Am Mittwochmorgen hatte die Bundesnetzagentur in Bonn ihren Jahresbericht für 2007 vorgelegt. Wie onlinekosten.de bereits berichtete, gab sich ihr Präsident Matthias Kurth betont optimistisch und lobte die Entwicklung des mobilen Internets. Auch auf die Situation des Festnetzes kam Kurth zu sprechen: "Im Jubiläumsjahr - zehn Jahre Regulierung in Deutschland - kann nicht deutlich genug betont werden, dass die Öffnung der Märkte für den Wettbewerb die Vorteile für Kunden und Verbraucher durch mehr Angebote und günstige Preise erst ermöglicht hat." Mehr als die Hälfte der neuen Breitbandanschlüsse würden mittlerweile von Wettbewerbern der Deutschen Telekom geschaltet, ebenso nutze mehr als die Hälfte aller DSL-Kunden in Deutschland ein Angebot der Konkurrenz. "Reine Augenwischerei", wie der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) findet. Die Macht des rosa Riesen sei bis heute ungebrochen gewaltig.

Anzeige
"Faire Marktöffnung" gefordert

"Die Bundesnetzagentur beschönigt die Wettbewerbssituation im Festnetzbereich", mokiert VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. Selbst, wenn immer mehr Wettbewerber auf den Markt drängen, dürfe das nicht darüber hinwegtäuschen, "dass im Festnetzbereich die Zahl der langfristigen Bindungen der Bestandskunden des Ex-Monopolisten in einem wettbewerbsbedrohlichem Maße zunimmt", so Grützner.

Eine Gefahr sieht der Verband vor allem in den Bündelangeboten der Telekom. Da das Unternehmen noch immer über 80 Prozent aller Festnetzanschlüsse in Deutschland unter Vertrag hat, seien die zweijährigen Call&Surf-Tarifpakete, die gleichzeitig Telefonie- und Internetdienste beinhalten, unzulässig. Erst nach Ablauf der 24 Monate können Kunden so zu einem anderen Anbieter wechseln. Eine "faire Marktöffnung" sei damit kaum möglich, bemängelt Grützner und ruft die Bundesnetzagentur auf, "zum Nutzen des Verbrauchers einen echten Wettbewerb zu gewährleisten".

Hoffen auf Hilfe aus Brüssel

Der Appell des VATM richtet sich nicht alleine an die deutschen Regulierer, sondern auch die EU-Kommission in Brüssel. Immerhin hatte sie in der Vergangenheit immer wieder gefordert, dass ein Kunde in der Lage sein muss, seinen Festnetzanbieter möglichst schnell zu wechseln. Nach Angaben Grützners nehme die Kommission die positive Entwicklung der Zahlen zwar zur Kenntnis, allerdings wisse auch sie, dass die Telekom weiterhin klar marktbeherrschend sei. "Die Situation zeigt, wie wichtig es ist, dass die EU-Kommission korrigierend eingreifen kann", so Grützner.
André Vatter
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Frechheit der VTAM (2 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Wintervogel am 03.04.2008 um 10:32 Uhr
 Wahnsinn (1 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Phate am 03.04.2008 um 08:59 Uhr
 Fragt sich nur wer hier verzerrt??? (2 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von bakerman23 am 03.04.2008 um 08:17 Uhr
 Suche

DSL Verfügbarkeit
DSL 2000 für Einsteiger oder DSL 16000 für anspruchsvolle Internetsurfer?
Oder darf es mit VDSL noch etwas schneller sein? Alice VDSL und Vodafone VDSL ist an vielen Orten verfügbar. Auch die 1und1 VDSL Verfügbarkeit wird weiter ausgebaut.
Mobiles Internet
Mobiles Internet via UMTS bietet schnellen Surfspaß für unterwegs.
Selbst ohne WLAN schnell mobil surfen oder Internet TV auf dem Handy genießen.
UMTS hält in jedem Speed Test problemlos mit.
ADSL Anschluss
Ein DSL Anschluss ist der Standardzugang der meisten Internetprovider.
Ob 1&1, der Billiganbieter congstar oder früher auch QSC oder freenet: Alle setzen auf die ADSL Technik.
Dazu gibt's verschiedene Flatrates. Neben einer Internet Flatrate ist bei vielen Angeboten oft auch eine Festnetz Flatrate inklusive.
© 1999-2012 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs