Ein fast schon
dramatischer Verlust an Marktanteilen und Umsatz hat den amerikanischen Handy-Produzenten
Motorola dazu veranlasst, das eigene Unternehmen
aufzuspalten. Jetzt wurde bekannt, dass die kriselnde Handysparte möglicherweise in die USA verkauft wird. Die "Financial Times Deutschland" berichtet von einem Interesse des indischen Elektronikkonzerns Videocon.
Bald indisch?
Demnach habe Videocon-Verwaltungsratschef gegenüber Motorola entsprechende Absichten signalisiert. Das Kaufinteresse sei zuvor nicht mit der Motorola-Spitze abgesprochen gewesen. Wie viel der indische Konzern bezahlen würde, wurde noch nicht verraten. Lukrativ dürfte eine eigene Handyproduktion aber allemal sein, da der indische Mobilfunkmarkt zu einem der größten und am schnellsten wachsenden der Welt gehört. Motorola wollte sich zu dem eingegangenen Angebot nicht äußern.
Motorola hatte sich lange auf dem Erfolg des superflachen
RAZR-Handys ausgeruht und inzwischen den zweiten Platz unter den weltgrößten Handyproduzenten an
Samsung verloren. Wirklich verwunderlich ist das nicht. Während Motorola kaum neue Geräte auf den Markt bringt, haben die Wettbewerber immer wieder neue Modelle im Köcher. Inzwischen hat das Interesse an Motorola-Handys so stark nachgelassen, dass der Konzern in die Verlustzone gerutscht ist.
Hayo Lücke