Der mobilen Datenkommunikation blühen rosige Zeiten. Während die Kosten für klassische Handytelefonate immer geringer ausfallen, müssen sich die Mobilfunk-Netzbetreiber neue Wege einfallen lassen, um Umsatz zu generieren. Sehr gute Chancen, den Rubel rollen zu lassen, dürften beim mobilen Internetsurfen bestehen. Während heute
UMTS und
HSDPA unterwegs das breitbandige Internetsurfen mit dem Handy oder Notebook bestimmen, soll es mittelfristig Long Term Evolution (
LTE) sein. Versprochen werden Übertragungsraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s).
Entwicklung schreitet voran
Ericsson hat jetzt das nach eigenen Angaben weltweit erste kommerzielle LTE-Chipsatzmodul für mobile Endgeräte vorgestellt. Im Downstream seien bis zu 100 Mbit/s möglich, im Upload immerhin noch bis zu 50 Mbit/s. Mit diesen Übertragungsraten werden auch Online-Games und Videostreams über Mobilfunknetze möglich. Hinsichtlich der Baugröße und des Energieverbrauchs sei die neue mobile Plattform M700 mit aktuell erhältlichen UMTS/HSDPA-Plattformen vergleichbar.
Die ersten Produkte, die auf dieser Plattform basieren, werden Endgeräte für die Datennutzung wie ExpressCards und USB-Modems für Notebooks sowie Notebooks mit integrierten Chipsätzen sein. Darüber hinaus sind weitere besonders kompakte Modems für den Einsatz in Produkten der Unterhaltungselektronik geplant.
Erste Endgeräte ab 2010
Muster des neuen Chipsatzes (ASICs) werden noch im Laufe des Jahres 2008 verfügbar sein, die kommerzielle Einführung ist im Jahr 2009 geplant. Ab 2010 wird dann mit ersten Endgeräten, die auf dieser Plattform basieren, gerechnet.