Gäste-Bookmarks sind allerdings nicht vorgesehen. Für diese Funktion muss sich der Hörer registrieren, was derzeit noch kostenlos möglich ist. Hat er dies getan, profitiert er von weiteren "Goodies", die dem Gast verwehrt bleiben. So können Blogger ihren Leib-und-Magen-Sender mittels HTML-Snippet in ihr Webtagebuch einbinden oder Freunden per E-Mail weiterempfehlen.
Die Empfangsqualität der Streams hängt nicht zuletzt vom PC ab. Die Ladezeiten lagen beim Redaktionstest zwischen 20 und 90 Sekunden, wenn sich der Player einmal aufgebaut hat. Gut für schwächere Rechner: Die Auswahloption Bitrate. So haben auch Low-End PC-Besitzer eine Chance auf ruckelfreien Hörgenuss. Wer sie nicht nutzt, wird enttäuscht sein: In diesem Fall laden sich manche Streams gar nicht oder gelangen nur in traurigen Klanghäppchen ans Hörerohr.
Von "Herr der Ringe online" bis "Klinikfunk Wiesbaden"
Wer bisher nur den heimischen Ghettoblaster kannte, den wird die Sendervielfalt beeindrucken. Von "Herr der Ringe Online" bis "Klinikfunk Wiesbaden" ist vieles vertreten, was das Radioherz begehrt, quer durch die Nationen und Genres. Pop, Soul und Techno sind ebenso im Angebot wie Klassik und Hörbücher, wobei hier im deutschsprachigen Bereich leider nur der Lern- und Kindersender "Kinderyoga" aus Bayern gelistet wird. Aber hier lassen die guten Vorsätze der Hamburger Betreiber hoffen: Die Angebotspalette des Radioportals soll im Laufe des Jahres noch ausgebaut werden.
Radio-Fans können sich im
Netzmusik-Test über weitere Radioangebote informieren.
Dorothee Monreal