Nach langer Vorbereitungszeit hat Software-Hersteller Adobe vergangene Woche die kostenlose Online-Version seines bekannten Bildbearbeitungsprogramms,
Photoshop Express, für alle im Netz freigegeben. Doch schon wird Kritik laut: Adobe habe sich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die der Photoshop-Nutzer nach der kostenlosen Registrierung bestätigen musste, umfangreiche Rechte an den Bildern der Nutzer gesichert.
Nutzer geben Bildrechte ab
Nach Angaben von "Spiegel Online" sichert sich Adobe in den AGB unter anderem das Recht, mit den in den öffentlichen Galerien gespeicherten Fotos Einnahmen erzielen zu können, die Bilder zu verändern und an anderer Stelle zu veröffentlichen. Für viele Internetnutzer, die sich schon auf die Internetversion von Photoshop gefreut hatten, war dies eher ein Knock-out-Kriterium.
Klauseln sollen entschärft werden
Adobe wartete angesichts der aufbrandenden Kritik nicht lange. Gegenüber "Spiegel Online" zeigte das Unternehmen Einsicht. "Die Geschäftsbedingungen wurden noch einmal geprüft, wir stimmen zu, dass sie Dinge implizieren, die wir niemals mit den Inhalten unserer Kunden tun würden", so Adobe-Sprecher Alexander Hopstein. Die Adobe-Rechtsabteilung würde daher mit Hochdruck an einer Überarbeitung der AGB und Entschärfung der entsprechenden Klauseln arbeiten.
Jörg Schamberg