WLAN kommt weltweit gut an, schaut man sich die aktuelle Studie von
Infonetics Research an. Den Marktforschern zufolge nahm 2007 der weltweite Verkauf von Hardware für den Funkstandard um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Insgesamt wurden umgerechnet rund 1,2 Milliarden Euro mit WLAN-Hardware, inklusive Access Points und WLAN Switches sowie Controller, umgesetzt. Am stärksten nahm der Absatz von WLAN-Telefonen zu. Vor allem durch die Zunahme von schnurlosem
VoIP in Unternehmen legte der Verkauf in 2007 um 61 Prozent.
WLAN wird allgegenwärtig
Laut Infonetics sind die Trendsetter vor allem Unternehmen, die immer mehr WLANs in ihren Gebäuden installieren. Aber auch das beschleunigte Upgrade auf den neuen, schnelleren Standard 802.11n hat für einen Boom bei der WLAN-Hardware gesorgt. "Wireless LAN wird zur allgegenwärtigen Technik und gehört inzwischen bei Laptops, PDAs, Telefonen, Spielkonsolen und Media-Adaptern zum Standard", sagt Richard Webb, verantwortlicher Analyst bei Infonetics. Die umfassende Verfügbarkeit, Erschwinglichkeit, Flexibilität und Verwendung mache die Technik maßgeblich, auch wenn andere Highspeed-Funkstandards wie
HSDPA und
WiMAX in den Vordergrund rücken, so Webb weiter.
Mehr als zwei Milliarden Euro bis 2011
Hinzu komme, sagt Webb, dass WLAN-fähige Smartphones wie das
iPhone und die
Blackberry-Modelle von RIM den Datenverkehr über Hotspots signifikant erhöhen werden. Bis zum Jahr 2011 sagen die Marktanalysten Erlöse von umgerechnet rund 2,15 Milliarden Euro mit WLAN-Hardware voraus. Allerdings werde der Einsatz des neuen WLAN-Standards 802.11n nur stufenweise vonstatten gehen, da Unternehmen zunächst darauf warten, dass sich ihre Investitionen in den Vorläufer 802.11g amortisieren.
Weltweit ist Cisco derzeit der führende Hersteller von WLAN-Hardware. Die Nummer eins am Markt erreicht im Segment der Unternehmen und Service Provider pro Quartal umgerechnet rund 126,66 Millionen Euro Umsatz.