Auch die neuen
Web-TV Anbieter wie Zatoo oder Joost machen den IPTV-Anbietern zu schaffen. Diese neuen Internetdienste bieten Fernsehsendungen von zunehmend mehr Sendern als Stream oder Download kostenlos im Internet an. Auch Videoportale wie
YouTube erfreuen sich weiter
großer Beliebtheit. Rund 49 Prozent der Befragten äußert die Meinung, dass IPTV und Web-TV in Zukunft miteinander verschmelzen würden.
IPTV-Nutzer sind begeistert
Doch die Studie ist nicht nur von Skepsis geprägt. Rund zwei Drittel der Konsumenten, die bereits Erfahrung mit dem Internetfernsehen gemacht haben, zeigt sich überzeugt von den Möglichkeiten und würde die Note "gut" vergeben. Die individuelle Zusammenstellung des Fernsehens, das zeitversetzte Anschauen von Sendungen, eine Online-Videothek sowie hochauflösendes Fernsehen nach dem HDTV-Standard sind Features, die sie mit Internetfernsehen verbinden.
Weniger gefragt ist dagegen die von den Anbietern so hoch gepriesene Möglichkeit der Interaktivität mittels Rückkanal. Zuschauerbeteiligung über die Fernbedienung - etwa bei der Wahl des neuen deutschen "Superstars" oder des "Topmodels" - wünschen weniger als 30 Prozent der Befragten. Der Mehrwert der Interaktivität scheint bei den Zuschauern noch nicht angekommen zu sein, die Fernsehgewohnheiten richten sich noch nach den alten Mustern.
Werner Ballhaus von PricewaterhouseCoopers kommt zu dem Schluss, dass IPTV durchaus Chancen hat sich in Deutschland als zusätzlicher Fernsehübertragungsweg zu etablieren. "Jedoch müssen die Anbieter die Alleinstellungsmerkmale von IPTV stärker in den Vordergrund rücken und ihre Preismodelle überarbeiten", so Ballhaus. Momentan nutzen rund 200.000 Deutsche IPTV und zahlen dafür monatliche Gebühren zwischen 25 und 75 Euro. Bis 2012 sieht Ballhaus ein Potential von zwei Millionen IPTV-Kunden. Dies würde 5,5 Prozent aller Fernsehhaushalte entsprechen.