Montag, 31.03.2008 10:09

QSC: Telekom gibt nun schneller die letzte Meile frei

aus dem Bereich Breitband
Bereits Mitte Februar hatte der Kölner Breitbandanbieter QSC über ein umsatzkräftiges Geschäftsjahr 2007 berichtet: der Erlös betrug rund 335,5 Millionen Euro und damit 28 Prozent mehr als noch im Jahr 2006. Jetzt legt die Geschäftsführung neue Zahlen vor – und hat dabei sogar noch ein Lob für die Telekom übrig.

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Netzausbau fast beendet

Mit zwei Problemen hatte QCS im vorigen Jahr zu kämpfen, die nun überwunden zu sein scheinen. Zum einen hatten sich hohe Investitionskosten dämpfend auf das Gesamtergebnis ausgewirkt. Das Unternehmen trieb den Netzausbau massiv voran und verfügt heute über 1.700 Hauptverteiler im gesamten Bundesgebiet, Kostenpunkt für den Ausbau: 122,9 Millionen Euro.

Künftig will man es ruhiger angehen lassen und plant für 2008 lediglich Ausgaben in Höhe von 60 bis 80 Millionen Euro. Rund 70 Prozent davon sollen direkt auf kundenbezogene Investitionen entfallen, die QSC "zu einem großen Teil den jeweiligen Kunden zeitnah in Rechnung" stellen will. Dr. Schlobohm erklärte heute in Köln dazu: "Das Netzausbauprojekt ist weitgehend abgeschlossen. QSC verfügt jetzt über die notwendigen Kapazitäten, um das starke und profitable Wachstum auf Basis eines eigenen bundesweiten Netzes fortzusetzen."

Letzte Meile: TAL-Fahrt vorüber?

Die zweite Gewinnbremse im letzten Jahr waren die großen Engpässe bei der Bereitstellung von Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) durch die Deutsche Telekom. Bereits im Dezember konnte QSC hier merkliche Besserung verzeichnen, 2008 hat sich nach Angaben des Unternehmens der Trend fortgesetzt: Seit Jahresbeginn erhielt QSC bereits rund 125.000 zusätzliche Leitungen, fast doppelt so viel wie im vierten Quartal und mehr als dreimal soviel wie im dritten Quartal 2007. Das sei auch dringend nötig, immerhin würde der Auftragseingang stetig weiter ansteigen, so Schlobohm.

Seine Prognose für QSC: Für 2008 wird einen Umsatz von 385 bis 405 Millionen Euro sowie ein EBITDA-Ergebnis, also ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, in Höhe von 50 bis 60 Millionen Euro erwartet.
André Vatter
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