Für Verbraucher wächst die Gefahr des Daten-Diebstahls im Internet. Allein beim Kontodaten-Klau, dem so genannten
Phishing, erhöhte sich die Zahl der Fälle um 20 Prozent auf 4200, wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Freitag in Wiesbaden mitteilte.
Hohe Schadenssumme
Die Schadenssumme habe im Schnitt zwischen 4000 und 4500 Euro gelegen. Die Gesamtzahl der Straftaten mittels Internet erhöhte sich demnach um acht Prozent auf 180.000. Eine deutliche Zunahme gab es auch beim Betrug mit gefälschten EC-Karten, für die Kriminelle an Geldautomaten die Daten und Geheimnummern von Verbrauchern ausspähen.
Beim klassischen Kontodaten-Klau im Internet gelangen Betrüger an den Zugang zum Internet-Konto eines Computer-Nutzers und heben dort teils hohe Beträge ab. Der BKA-Experte Mirko Manske verwies aber darauf, dass mittels der Daten und dem entsprechenden Zugriff auf das Aktiendepot von ahnungslosen Verbrauchern auch Aktiengeschäfte manipuliert werden könnten.
Denkbar ist zudem, dass Kriminelle über Internet-Buchungen Urlaubsdaten erfahren und dann zum Zeitpunkt des Urlaubs in die Wohnung einbrechen. Firmen können dadurch geschädigt werden, dass die Daten für Lieferungen gestohlen werden. So wissen die Täter dann genau, wann und wo eine wertvolle Ladung transportiert wird und können etwa einen Lkw ausrauben.