Experten sind sich einig: das mobile Surfen im Internet wird für die Mobilfunk-Netzbetreiber in den nächsten Jahren zu einem echten Kerngeschäft mutieren. Da das Surfen über das Notebook oder Handy aber nur dann wirklich Spaß macht, wenn auch die Geschwindigkeit stimmt, müssen die Netze entsprechend aufgerüstet werden. Das gilt nicht nur für
UMTS-Netze, sondern auch für die Regionen, in denen bisher nur GSM-Technik eingesetzt wird. Viel schneller als mit ISDN-Geschwindigkeit ist mobiles Websurfen nicht möglich. Es sei denn, die GSM-Basisstationen werden mit
EDGE aufgerüstet.
Speed up
Bisher lag die maximal mögliche Geschwindigkeit in EDGE-Netzen bei etwa 200 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s). Doch das ist heute, wo immer größere Datenmengen aus dem Internet abgerufen beziehungsweise vom eigenen Notebook verschickt werden, kaum noch zeitgemäß. Ziel muss es sein, EDGE dahingehend aufzurüsten, dass schnellere Verbindungen möglich sind. Und genau da will Nokia Siemens Networks voraussichtlich im dritten Quartal dieses Jahres ansetzen.
Dann soll es über ein Software-Update möglich werden, EDGE-Verbindungen auf bis zu 592 Kbit/s im Downstream zu beschleunigen. Das soll aber nur ein Zwischenschritt sein. Denn wie es weiter heißt, soll in GSM-Netzen mit EDGE-Aufrüstung künftig mit bis zu 1,2 Megabit pro Sekunde im Internet gesurft werden können. Im Upstream sei eine maximale Geschwindigkeit von 473 Kbit/s möglich.
Konkurrenz schläft nicht
Nokia Siemens ist allerdings nicht der einzige Netzwerkausrüster, der mit schnelleren EDGE-Verbindungen bei den Netzbetreibern punkten möchte. Nortel hatte bereits im Februar entsprechende Pläne
angekündigt.