Wer hat die Nase vorn: Notebook oder Desktop-Rechner? Schon seit einigen Jahren zeigt sich eine gewisse Tendenz in den Verkaufszahlen. Um für mehr Klarheit zu sorgen, haben sich die Analysten des IDC den deutschen IT-Markt vorgenommen. Die neu vorgelegte Studie verrät Details über Verkaufstrends und wagt Prognosen über die künftige Preisentwicklung des Segments.
Lebenszyklus von vier Jahren
2007 war das Jahr, in dem wieder mehr Desktop-Rechner über die Ladentische gingen. Grund dafür ist Analysten zufolge der natürliche Aufrüstbedarf in großen Unternehmen: Laut IDC beträgt die derzeitige Lebenszeit eines Firmenrechners rund vier Jahre. Da die letzte Welle von Neuanschaffungen in den Jahren 2003 und 2004 stattgefunden hat, wird sich der Trend auch in 2008 fortsetzen. Dennoch: Außerhalb der Wirtschaft sieht es mau für den Schreibtischcomputer aus, der sich im vierten Jahr in Folge in einem schrumpfenden Absatzmarkt behaupten muss.
Notebook-Boom ungebrochen
Notebooks können hingegen weiter zulegen. Kleine und mittlere Unternehmen setzen im Arbeitsalltag vermehrt auf Mobilität, sodass die Zahl verkaufter Laptop-Einheiten um rund 23 Prozent in 2007 erhöht werden konnte. Das Gesamtwachstum des Marktes beläuft sich jedoch aufgrund der Desktop-Flaute bei gerade einmal acht Prozent. Kein Wunder, dass weiterhin alle gebannt die Entwicklung der Notebook-Verkäufe beobachten. Auch in diesem Jahr ständen die Anschaffung neuer und die Aufrüstung bereits vorhandener Geräte beim Verbraucher im Mittelpunkt.
Konkurrenz beflügelt Preiskampf
Mit dem Einstieg von
Dell und
Lenovo und der Übernahme von Gateway und Packard Bell durch
Acer zeigt der IT-Markt zudem beschleunigte Bewegung - mit angenehmen Folgen für die Konsumenten. Schon im letzten Jahr kostete ein durchschnittlicher Desktop-PC mit Monitor in Deutschland rund 650 Euro, Notebooks waren im Schnitt für 750 Euro zu haben. Das entspricht einem Preisverfall von 16 Prozent. Für das Jahr 2008 erwarten die IDC-Analysten einen etwas schwächeren Preisverfall in Höhe von 13 Prozent.
André Vatter