In der U-Bahn, auf dem Laufband oder in der Badewanne: Musik begleitet die Menschen überall hin. Über Internetportale lässt sie sich auf den Computer und von dort auf den
MP3-Player oder das
Handy laden.
Neues Modell
Bislang müssen Internetnutzer die Songs oder Alben einzeln bezahlen, wenn sie sie dauerhaft behalten wollen. Eine kürzlich verkündete Zusammenarbeit zwischen dem Handyhersteller Nokia und dem Musikkonzern Universal scheint jetzt aber eine neue Ära eingeläutet zu haben: Flatrates sollen unbegrenzten Musikgenuss ermöglichen - teils per Abo, teils per Aufpreis auf den Musikspieler. Entsprechende Überlegungen gibt es beim US-Konzern Apple, und nun kündigte auch Sony-BMG eine Musikflatrate
für sechs bis acht Euro pro Monat an.
Die Kooperation "Comes with Music", die der finnische Handykonzern Nokia Ende 2007 mit Universal Music abgeschlossen hat, soll Handykäufern ein Jahr lang freien Zugang zur Musikbibliothek von Nokia ermöglichen. Der Vorteil: Die Kunden können sofort und jederzeit alle angebotenen Musikstücke hören, der Umweg über Interneteinkauf und Computer fällt weg. Das neue Angebot hat aber auch einen Nachteil: "Die Kunden interessieren sich für eine bestimmte Musik, nicht für ein Label", sagt Sven Hansen vom Computer-Magazin "c't".
Wenn die Lieblingsband nicht bei Universal unter Vertrag steht, bringt das Abo also nichts. Deshalb sei auch die Ankündigung des zweitgrößten Musikkonzerns Sony-BMG, in naher Zukunft ein Musikabo anzubieten, erst einmal mit Vorsicht zu betrachten, sagt Hansen. "Die entscheidende Frage dabei ist, was die anderen Labels machen".