Mittwoch, 26.03.2008 15:00

HD Traffic: Das Handy mutiert zum Stau-Warner

aus den Bereichen Mobilfunk, Computer
Der Navi-Hersteller TomTom hat angekündigt, seinen Verkehrsinformationsdienst HD Traffic noch im laufenden Jahr in der Schweiz zu starten. In den Niederlanden ist der neue Service bereits seit November letzten Jahres erfolgreich in Betrieb. Bald sollen auch deutsche und britische Autofahrer von den Neuerungen von HD Traffic profitieren können.

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Kooperation mit Handybetreibern

So soll mit Hilfe des neuen Verkehrsinformationsdienstes die Routenplanung deutlich exakter werden. HD Traffic greift dazu auf anonymisierte Daten von Mobilfunknetzen zurück, um die Lage auf den Straßen zu errechnen. Entsprechende Kooperationen wurde mit den jeweiligen Mobilfunkbetreibern (Swisscom in der Schweiz, Vodafone in Deutschland und Großbritannien) abgeschlossen. Die Daten geben dem HD-Traffic-System Auskunft darüber, wie schnell und in welche Richtung sich die im Netz eingebuchten und in den Autos befindlichen Mobiltelefone bewegen. Diese Daten kombiniert das Navigationsgerät mit Verkehrsinformationen aus weiteren Quellen, darunter Daten von Verkehrsämtern und Straßenbetreibern. Somit sei es beispielsweise laut Hersteller TomTom möglich, den Nutzern präzisere Ankunftszeiten anzuzeigen, die konstant mit der aktuellen Verkehrssituation abgeglichen werden.

Informations-Update alle drei Minuten

"Intelligente Navigation ist mehr als Autofahrer von A nach B zu bringen", betonte TomTom-Chef Harold Goddijn. "Indem wir Nutzer durch HD Traffic mit aktuellen Routeninformationen versorgen, erhalten Fahrer schnellere, genauere und vollständigere Verkehrsinformationen als es bislang möglich war." Um den Dienst zu nutzen, ist ein entsprechend ausgestattetes Navigationsgerät nötig. Das derzeit erhältliche "TomTom One XL HD Traffic" hat ein GPRS-Modul samt SIM-Karte integriert und empfängt die Verkehrsupdates automatisch im Drei-Minuten-Intervall. Für die Nutzung von HD Traffic müssen holländische Kunden rund zehn Euro pro Monat zahlen. Preise für Deutschland, Großbritannien und die Schweiz stehen derzeit noch nicht fest.
Michael Friedrichs
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