Montag, 24.03.2008 08:01

WiMAX-Störungen: Anbieter DBD nimmt Stellung

aus den Bereichen Breitband, VoIP
Die Netzgemeinde ist auch im Jahr 2008 eine Klassengesellschaft. Während die einen mit 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Internet unterwegs sind, müssen sich andere auf die pfeifende Analog-Einwahl oder auf den nur wenig schnelleren ISDN-Zugang verlassen. Vor allem in einigen Regionen Ostdeutschlands sind noch immer viele Gemeinden vom Breitbandinternet abgeschnitten. An DSL, Kabel oder gar Powerline ist aufgrund der mangelnden Risikobereitschaft der Provider wohl auch in naher Zukunft nicht zu denken, weshalb viele Nutzer mittlerweile auf Alternativzugänge setzen. Die aufgebohrte Funktechnik WiMAX, die auch in dünn besiedelten Gebieten bestens eingesetzt werden kann, kommt da gerade richtig. Der größte Anbieter in diesem Bereich sind die Deutschen Breitbanddienste (DBD), die mit ihren beiden Marken MAXXonair und DSLonair die digitale Kluft in der Gesellschaft schließen wollen. Doch ganz so einfach, wie es sich anhört, scheint es in der Praxis nicht zu laufen…

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Erste Unregelmäßigkeiten

Im November letzten Jahres berichtete onlinekosten.de das erste Mal über Unregelmäßigkeiten bei der Zuverlässigkeit des Dienstes. Kunden des Unternehmens klagten vermehrt über schwache Bandbreiten, schwankende Ping-Zeiten und Störungen bei der Telefonie. Bei einer Rückfrage räumte ein Unternehmenssprecher ein temporäres Ressourcenproblem ein, versprach aber eine baldige Besserung: Letztendlich handele es sich lediglich um Einzelfälle, denen man nachgehen würde.

Lange Beschwerdelisten

Dann wurde es still bei den Deutschen Breitbanddiensten – während dutzende von Zuschriften betroffener Nutzer aus Halle, Dresden und Berlin weiterhin die Redaktion erreichten: "Mir wurde eine Gutschrift wegen der 'Netzausfälle' genehmigt. Es kann sich also nicht um ein nur mich betreffendes Problem handeln. Außer, ich habe ein Netz für mich alleine", wundert sich ein Kunde. Ein anderer verzweifelt an gleich zwei MAXXonair-Diensten: "Inzwischen sind wir – mit wenigen Ausnahmen – seit einem Monat telefonisch gar nicht mehr zu erreichen und ins Internet kommen wir auch nicht mehr. Unsere E-Mails können wir nur auf der Arbeit abrufen und alles Telefonische läuft nur noch übers Handy."

"Unterirdischer und unprofessioneller" Support

Aus Berlin wurden "starke Schwankungen und fast täglich Totalausfälle" gemeldet. Mancher Kunde berichtete von dem schwierigen Unterfangen, vom einmal geschlossenen Vertrag zurückzutreten. Gegenstand der Kritik war in vielen Fällen auch der Support, dessen Qualität mal nüchtern als "reaktionslos", mal als "miserabel" und mal deutlicher als "unterirdisch und unprofessionell" beschrieben wurde. Die Redaktion von onlinekosten.de unterrichtete die Deutschen Breitbanddienste regelmäßig über die teils gravierenden Beschwerden der Kunden und bat um eine Stellungnahme. Eine Bitte, der mit dem Hinweis auf eine Berichterstattung erst nach einigen Monaten nachgegeben wurde.
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    Zuletzt kommentiert von Robert T-DSL am 12.11.2009 um 11:09 Uhr
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