Andere Techniken wie
Kabel-Internet, direkte Glasfaser-Hausanschlüsse oder Funktechnik holen auf. Im Januar 2007 etwa verzeichneten Kabel-Breitbandanschlüsse ein Wachstum von 21,7 Prozent. Diese Alternative zu DSL-Anschlüssen ist besonders stark in Deutschland, Polen, dem Vereinigten Königreich, Spanien, Ungarn und Belgien. Glasfaseranschlüsse spielen eine große Rolle in Schweden, Litauen und Estland, während die Tschechische Republik, Irland und die Slowakei vor allem auf die
drahtlose Funkübertragung setzen.
Versorgungslücke zwischen Stadt und Land
Die geographische Verteilung der Breitbandanschlüsse zeigt weiterhin deutliche Nachteile für ländliche Bereiche. Findet sich in Städten eine durchschnittliche Versorgung mit Breitbandanschlüssen von rund 94 Prozent in den Städten, so sinkt diese in ländlichen Regionen auf 71,3 Prozent ab. Besonders stark ist der Stadt-Land-Kontrast in der Slowakei, in Lettland und Deutschland. Die EU-Kommission weist in ihrem Bericht jedoch darauf hin, dass die von ihr vorgeschlagene Nutzung freiwerdender
Digitalfrequenzen für Breitband-Funklösungen in ländlichen Gebieten die Versorgung verbessern könnten.
Wettbewerb wird von etablierten Anbietern geprägt
Die großen, etablierten Anbieter, meistens ehemalige staatliche Monopolisten, beherrschen weiterhin einen großen Teil des Wettbewerbs. Dies
kritisierte in Deutschland unter anderem auch der Branchenverband VATM. Der Weiterverkauf von Anschlussleitungen, etwa auch durch die Deutsche Telekom an ihre Wettbewerber, ist ein wichtiger Bestandteil des Geschäfts der großen Anbieter. Doch auch die neuen Wettbewerber investieren zunehmend in eigene Netze und Anschlüsse. Dies zeigen auch die Anschlusszahlen: die Zahl der entbündelten Anschlüsse beträgt mittlerweile 23,5 Millionen. Die EU-Kommission zählte dagegen 11,6 Millionen Resale-Anschlüsse und sechs Millionen
Bitstromanschlüsse.