Die kleinen Länder Dänemark und die Niederlande waren im Juli 2007 weltweit Spitzenreiter: die EU-Kommission verzeichnete für die beiden Staaten die höchste Breitbandversorgungsdichte. Auch der Rest von Europa muss sich im weltweiten Vergleich nicht verstecken. Acht EU-Staaten haben einen größeren Breitbandversorgungsgrad als die USA. Dies geht aus dem "13. Bericht über den Stand des Europäischen Binnenmarkts der elektronischen Kommunikation 2007" hervor, den die EU-Kommission nun vorlegte.
20 Prozent Breitbandversorung
In dem Bericht beleuchtet die Kommission die Trends im Telekommunikationssektor für das Jahr 2007. Der Breitbandausbau geht weiter zügig voran. Die Zahl der Festnetz-Breitbandanschlüsse in Europa stieg von 80 Millionen Anfang 2007 auf über 99 Millionen Anfang Januar 2008. Damit wurde in Europa bezogen auf die Einwohnerzahl eine durchschnittliche Breitbandversorgung von 20 Prozent erreicht. Dies ist binnen Jahresfrist ein Anstieg um 3,7 Prozent.

Breitbandversorgung in der EU.
Zum Vergrößern anklicken.
Grafik: EU-Kommission
DSL-Wachstum schwächt sich ab
Rund 62 Milliarden Euro Gesamtumsatz wurden 2007 mit Datendiensten im Festnetz erzielt. Im Breitbandsektor nimmt die DSL-Technologie weiterhin eine dominierende Stellung ein. Rund 80 Prozent aller europäischen Breitbandanschlüsse werden per DSL realisiert. Doch das DSL-Wachstum relativiert sich.
DSL wuchs 2007 um 22,7 Prozent nach 34,5 Prozent im Jahr 2006.