Montag, 17.03.2008 09:48

Schweizer testen WLAN-Netz mit 216 Mbit/s

aus dem Bereich Computer
Der WLAN-Router steht im Arbeitszimmer, der Laptop mit WLAN-Karte wird gerade im Wohnzimmer genutzt. Kabellose Netzwerke über Funk erfreuen sich auch im Privatbereich immer größerer Beliebtheit. Die WLAN-Datenübertragung stößt dabei derzeit im herkömmlichen G-Funkstandard 802.11g bei rund 54-Megabit pro Sekunde (Mbit/s) an ihre theoretischen Grenzen. Schweizer Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) sind schon weiter und erreichen in Tests vierfache Übertragungsraten.

Anzeige
Testgerät mit vier Antennen

Bereits in den Neunziger Jahren wurde die sogenannte "Multiple Input Multiple Output" (MIMO) Technik entwickelt, die das gleichzeitige Senden und Empfangen mehrerer Daten über dasselbe Freqenzband mit Hilfe mehrerer Antennen erlaubt. Die Schweizer Tüftler der ETH haben für ihre Versuche ein Demonstrationsgerät, das sogenannte MIMO-Testbed, mit vier Antennen entwickelt.

Bis zu 216 Mbit/s mit MIMO

Mit dem Testbed konnten sie Übertragungsraten von rund 216 Mbit/s erreichen. "Mit unserem MIMO-Testbed verfügen wir über ein weltweit einzigartiges Gerät, mit dem wir nun neue Ideen und Entwicklungsansätze testen können", erklärt Helmut Bölcskei, Professor am Institut für Kommunikationstechnik der ETH Zürich. Die Forschungen laufen im Rahmen des europäischen Projektes "Mascot". Die Wissenschaftler wollen prüfen, ob die MIMO-Technologie auch für komplexe Netzwerke geeignet ist.

MIMOTestbedl.jpg
WLAN wird noch schneller mit dem MIMO-Testbed.
Bild: ETH Zürich

Technik auch mit anderen WLAN-Stanards nutzbar

Das Problem in dem Datengewirr von mehreren Sendern ist die Decodierung der Daten. Sie müssen beim Empfang wieder so geordnet werden, dass sie einen Sinn ergeben. In den letzten vier Jahren hatten die Entwickler jedoch die Decoder-Algorithmen überarbeitet. Ein kleiner, kompakter Decoderchip ist nun in der Lage auch größere Datenmengen zu ordnen. Solche Chips könnten problemlos in aktuelle Laptops und WLAN-Empfänger eingebaut werden können. Weitere Fortschritte mit dieser Technologie sind wahrscheinlich, da das Funken per MIMO auch mit dem aktuellsten N-Funkstandard 802.11n möglich sein soll. Dadurch könnten die mit diesem Standard theoretischen Datenraten von bis zu 600 Mbit/s noch einmal vervielfacht werden.

Schnelle WLAN-Übertragungsraten sind heute schon möglich. Dies beweist das Team von Marvell, einem Unternehmen im Bereich WLAN-Enticklung. Bereits im Januar berichtete onlinekosten.de über die für dieses Jahr geplante Einführung eines WLAN-Chips mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 450 Mbit/s.
Jörg Schamberg
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

DSL Anschluss
Ist die Verfügbarkeit von DSL gegeben, beginnt die Suche nach dem richtigen Anbieter.
Der DSL Flatrate Vergleich zeigt die besten Tarife in der Übersicht.
Aber Vorsicht: Nicht jeder DSL Anschluss bringt Highspeed Internet. Der DSL Speed Check beweist es schnell, wenn das Internet Kabel lahmt.
DSL Schnecke
Das DSL Kabel glüht bereits, der WLAN DSL Router blinkt wild, aber trotzdem dauert der DSL Speed Check ewig?
Dann ist auch IPTV oder etwa Video on Demand kaum möglich. Alternativen müssen her.
Wir haben alle Internet Tarife: Zum Beispiel UMTS Flatrate testen oder gleich auf Kabel umsteigen. Den Kabel Digital Receiver gibt's auf Wunsch dazu.
VDSL Verfügbarkeit
VDSL Neukunden profitieren von Startguthaben und kostenloser Hardware wie einem Router oder einem Mediacenter.
Jetzt die Telekom VDSL Verfügbarkeit an ihrem Ort prüfen, nach Vodafone VDSL suchen oder die 1und1 VDSL Verfügbarkeit klären.
© 1999-2012 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs