…zumindest für Nutzer außerhalb der Vereinigten Staaten. "Ab heute können alle US-Bürger bei Hulu eine breite Auswahl an TV-Shows, Filmen, Clips und vielem mehr in hoher Qualität finden – jederzeit und umsonst", lautete die offizielle Ankündigung der Betreiber.
Unnötige Esser aus dem Ausland
Damit schmälerte sich die Hoffnung deutscher Filmfans, dass auch von Europa aus auf das Angebot zugegriffen werden kann. Und so ist es dann auch gekommen. Deutsche Besucher bekommen beim Aufruf einer beliebigen Sendung einen schwarzen Bildschirm vor die Nase gesetzt: Ernüchterung. Grund dafür sind lizenzrechtliche Vereinbarungen mit den Inhaltslieferanten, zudem ist die Ansprache vieler Werbekunden auf ein amerikanisches Publikum ausgerichtet. Ein Surfer aus Münster beispielweise wäre in diesem Fall für Hulu.com nur ein unnötiger Esser, der darüber hinaus
kostspieligen Traffic verbraucht.
Nicht-Amerikaner bleiben ausgesperrt. Bild: onlinekosten.de
Verräterische IP-Adresse
Immerhin es gibt Wege und Mittel, doch noch Einlass in die monströse Online-Videothek zu erhalten. Hulu.com registriert bei jedem Clipaufruf die
IP-Nummer (Internet Protocol). Häufig wird sie von dem Internetanbieter an den Nutzer dynamisch – das heißt: mit jeder Neueinwahl – vergeben. IP-Nummern lassen Rückschlüsse auf den Internet-Provider und damit auch auf das Land zu, aus dem die Anfrage gesendet wurde. Mit anderen Worten haben Kunden von
1&1,
Arcor,
Alice oder
T-Online schlechte Karten.
Um dem Abhilfe zu verschaffen, lässt sich die eigene IP-Adresse auch nach der Einwahl noch mit einem Trick verändern. Zum Beispiel, indem man einen Proxy-Server zwischen den eigenen Rechner und die besuchte Seite schaltet. Sobald man einmal mit dem Server verbunden ist, wird dessen IP-Adresse an den Betreiber der Website übertragen. Wenn man dann noch dafür Sorge trägt, dass der Proxy-Server in den Vereinigten Staaten steht, dürfte auch das patriotische Hulu.com den ausländischen Filmfan nicht mehr von seinen Landsleuten unterscheiden können.