Mit der Androhung, Internetzugänge durch die Provider sperren zu lassen, möchte die deutsche Musikindustrie den Kampf gegen das illegale Herunterladen von Musik aus dem Internet weiter eindämmen. Sie fordert in diesem Zusammenhang eine engere Kooperation mit den deutschen Internetprovidern, um das geistige Eigentum der Künstler in der digitalen Welt besser schützen zu können.
Provider in die Pflicht nehmen
Ex-Viva-Chef Dieter Gorny, der jetzt als Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie fungiert, hat klare Vorstellungen. Nach seinen Worten sind Breitbandinhalte wie Musik oder Filme der Motor für die Verbreitung schneller Internetanschlüsse. Während Internetprovider von der Musik- und Filmindustrie profitierten, entzögen sie sich beim Kampf gegen die Internetpiraterie der Verantwortung.
Deswegen seien Regierungsinitiativen, wie sie in
Frankreich und
England aktuell in der Diskussion stehen, ein Schritt in die richtige Richtung. Dort sollen Provider gegen Raubkopierer vorgehen, indem sie zunächst Warnungen per E-Mail an die Filesharer senden. Werden die illegalen Downloads nicht eingestellt, sollen die Provider eine vorübergehende Anschluss-Sperre beziehungsweise in einem finalen Schritt sogar eine Vertragskündigung vollziehen.