Die Online-Community
MySpace, die weltweit rund 110 Millionen Mitglieder zählt, bastelt weiter intensiv an einem eigenem Musikdienst. Derzeit laufende
Gespräche mit drei der vier großen Plattenlabels sollen kurz vor dem Abschluss stehen.
Notfalls ohne Universal Music
Erfolgreich ins Boot holen könnte MySpace nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) demnach Warner Music, EMI und Sony BMG. Nur die größte Plattenfirma Universal Music bereitet noch Probleme. Ein noch schwebendes Verfahren gegen MySpace, das Universal Music Ende 2006 wegen
Urheberrechtsverletzungen angestrengt hatte, erschwert die Gespräche. Universal Music soll erst nach Klärung der Vorwürfe bereit sein mit MySpace zusammenzuarbeiten. Von dem Ausgang der Gespräche mit Universal Music wolle sich MySpace aber angeblich nicht abhalten lassen. Ein Start des Musikdienstes sei auch ohne Universal Music denkbar.
Facebook ebenfalls in Gesprächen
Die Eile von MySpace bei der Etablierung eines eigenen Musikservices wird andernorts aufmerksam registriert. Konkurrent
Facebook, mit rund 66 Millionen registrierten Mitgliedern erheblich kleiner als MySpace, möchte nicht ins Hintertreffen geraten und hat ebenfalls Pläne für einen Online-Musikdienst. Die eigenen Gespräche mit den Musikfirmen geraten durch den Fortschritt von MySpace unter einen gewissen Zeitdruck. Die großen Musiklabels ihrerseits versprechen sich durch die Kooperationen mit den großen Online-Gemeinschaften einen erfolgsversprechenden neuen Absatzmarkt, da die Verkäufe von
Musik-CDs immer weiter zurückgehen.