Die Computermesse Cebit in Hannover bietet auch dieses Jahr wieder die neuesten Trends aus der High-Tech-Welt. Daneben präsentieren die Hersteller aber auch eine Reihe Produkte, deren Nutzen umstritten sein dürfte.
Laptops aus Leder und Bambus
Der Computerhersteller
Asus präsentiert auf der Cebit den Laptop für Liebhaber schneller Autos: Das Lamborghini-Notebook ist außen im typischen Gelb gehalten, die Tastatur hat Asus mit Leder eingefasst. Dazu gibt es eine aerodynamische Maus. Umweltfreundlicher ist der
Bambus-Laptop des taiwanischen Computerbauers: Dessen Außenhülle ist aus dem schnell wachsenden Holz - und soll nach der Entsorgung auch schnell verrotten. Noch gibt es die edel aussehenden Öko-Computer allerdings nicht im Laden. Mit einer leichten, aufklappbaren Laptophülle der französischen Firma Sweetcover sollen auch normale Laptops edler daherkommen. Im Angebot ist unter anderem falsches Krokodilleder in Rosa, bald soll auch echtes Leder folgen.
High-Tech-Brillen
James Bond lässt grüßen: Mit einer Sonnenbrille des chinesischen Herstellers Xonix können Brillenträger unauffällig Fotos machen. Ein kleiner Druck auf die mitgelieferte Fernbedienung reicht aus. Wem zwischendurch langweilig ist, dem hilft der eingebaute MP3-Player weiter. Für Sportfreaks und Urlauber bietet Liquid Image eine Taucherbrille mit eingebauter Digitalkamera. Die knipst unter Wasser bis zu 140 Bilder und kann sogar kleine Videos machen. Auch praktisch kann die Sonnenbrille von Li Trend aus Taiwan sein: Diese ist mit der drahtlosen Bluetooth-Technik ausgestattet - und erlaubt dem Träger, damit Gespräche über sein Handy zu führen.
Kino für unterwegs
Den Heimkino-Sound gibt es jetzt auch für unterwegs. Die dänische Firma Gosurround bietet einen ringförmigen Kopfhörer mit sieben Mini-Lautsprechern an. Dadurch habe der Träger ein Klangerlebnis wie in modernen Kinos, wirbt das Unternehmen. Dazu könnte der Cinemizer von Zeiss passen: Mit dieser Brille hat der Nutzer den Eindruck, auf eine ein paar Meter entfernte Leinwand zu sehen. Angeschlossen an einen iPod-Video muss er seine Filme dann nicht mehr auf dem Mini-Display sehen.
Kuscheldino und Überwachungsbär
High-Tech steckt auch in Pleo. Der kleine Dinosaurier der Firma Ugobe verfügt über 14 Gelenke und fast 40 Sensoren, mit denen er Berührungen und Geräusche erkennt. Neugekauft ist Pleo unbeholfen und tapsig, mit der Zeit lernt er dazu - und entwickelt einen eigenen Charakter. Der Besitzer muss sich um Pleo kümmern wie einst um ein Tamagotchie: Das Tier hat Hunger und will Streicheleinheiten. Per USB-Kabel oder Speicherkarte im Bauch kann der Besitzer neue Verhaltensweisen programmieren. Wer Pleo mit einem bösen Charakter gefüttert hat und ihn aus der Ferne überwachen will, dem kann ein Teddybär des Herstellers RDI helfen: Der hat im linken Auge eine versteckte Kamera, die ihre Bilder auf einen kleinen Bildschirm überträgt.
Aleksandra Leon
/ afp