Mittwoch, 05.03.2008 15:01

G-Data: Jeder Zweite surft ungeschützt

aus dem Bereich Computer
Theoretisch sollte jeder Internetnutzer wissen, dass eine aktuelle Antivirensoftware kein zusätzliches Feature darstellt, sondern notwendig ist. In der Praxis sieht dies offenbar ganz anders aus, wie die Sicherheitsexperten von G-Data in einer Studie ermittelten.

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Ein Drittel ohne jegliche Software

Demzufolge ist fast jeder zweite User ohne einen wirksamen Schutz unterwegs, genauer gesagt 47 Prozent. Aus dieser Gruppe wiederum gaben 18 Prozent der Befragten an, mit veralteten Signaturen im Internet zu surfen, die laut G-Data nicht effektiv vor aktuellen Viren, Spyware und anderen Schädlingen schützen können. Fast ein Drittel der Nutzer, 29 Prozent, verzichtete sogar ganz auf Security-Software am heimischen Computer, obwohl aus dieser Gruppe 73 Prozent angaben, ihre Bankgeschäfte online zu erledigen. Dass dann nicht gewährleistet ist, dass die Bank für den Schaden aufkommt, habe die Mehrheit der Befragten erstaunt.

Acht von elf Computern infiziert

Ralf Benzmüller, Leiter der G-Data Security Labs, kommentiert: "Dass 47 Prozent der Umfrage-Teilnehmer ihre Rechner nicht effektiv vor Malware absichern, hat uns sehr betrübt. Es lag auf der Hand, dass viele dieser ungeschützten Rechner bereits mit Malware verseucht sind. Tatsächlich zeigten Stichproben, in denen unsere Experten diese Rechner vor Ort untersucht haben: in 8 von 11 Fällen war der Computer bereits infiziert. [...] Derart fahrlässige Anwender werden ungewollt zu Komplizen von Online-Kriminellen. Sie tragen ihren Teil dazu bei, dass das Internet ein so gefährlicher Ort geworden ist."

Die Umfrage wurde im Februar in 20 deutschen Großstädten durchgeführt, wobei G-Data in den Einkaufszonen wahllos Passanten im Alter zwischen 12 und 75 Jahren persönlich angesprochen hat. Um teilzunehmen, mussten die Personen lediglich einen Computer besitzen und das Internet nutzen, ausgewertet wurden die Aussagen von 500 Personen. Die Mehrheit von 96 Prozent setzte ein Microsoft Windows-Betriebssystem ein.
Saskia Brintrup
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