Der deutsche Marktführer in Sachen Netzwerk-Hardware, AVM, hat gestern seine
Messe-Neuheiten vorgestellt. Nachdem aus der VDSL-Kompatibilität des neuen Flaggschiffs
Fritz!Box Fon WLAN 7270, wie sie AVM auf der
vergangenen Cebit vorgestellt hat, nichts wurde, eröffneten die Berliner dem Cebit-Publikum nun, ein VDSL-Router sei bereits in der Produktion. Auch in Sachen WLAN drückt AVM bei seinen neuen Modellen mit dem
WLAN-Standard 802.11n auf die Tube. Nun sollen aber auch Schnurlostelefone Breitband-Netzzugänge erhalten: Wie bereits Konkurrent
Siemens, so setzt nun auch AVM auf den DECT-Nachfolgestandard CAT-iq (Cordless Advanced Technology - internet and quality).
Schlau dank Breitband
"Schnurlostelefone werden erst durch Verbindung zum Internet schlau", behauptet AVM. Mit CAT-iq steht den Schnurlostelefonen eine höhere Bandbreite als bei DECT zur Verfügung. Diese lässt sich nutzen, um den Telefonen neue Talente beizubringen: So sei es künftig möglich, E-Mails, RSS-Feeds oder auch Internetradio über die Mobilteile zu empfangen. Außerdem sorgen die Breitband-Anbindung und neue
Codecs für verbesserte Sprachqualität. CAT-iq soll zudem eine bessere Kompatibilität von Geräten verschiedener Hersteller ermöglichen und die integrierte Adapted-Power-Control-Technik kann zusätzlich Energie sparen. Noch ist CAT-iq zwar im Standardisierungsprozess, AVM hat jedoch im Februar erfolgreiche Kompatibilitätstests durchgeführt. So erhalten Nutzer der Fritz!Box Fon WLAN 7270 nach der Cebit eine Firmware im
Fritz!Labor, mit der kompatible Geräte CAT-iq einsetzen können.
DECT-Monitor gibt Aufschluss
Aber auch beim guten, alten DECT-Standard gibt es von AVM Weiterentwicklungen: So hatte der DECT-Monitor seine Messepremiere. Er liefert Informationen über die Verbindung von Schnurlostelefonen. Damit können Nutzer künftig bereits bei der Anmeldung eines Mobilteils erkennen, welchen Funktionsumfang vorhandene DECT-Telefone in Verbindung mit der Fritz!Box erhalten können. Zudem informiert die Funktion über die Qualität bestehender Sprachverbindungen und die verwendeten Sprachcodecs. Der DECT-Monitor ist Teil der Fritz!Box-Benutzeroberfläche und gibt auch Auskunft über die Möglichkeiten, CAT-iq einzusetzen. Insgesamt können über die DECT-Basisstation der Fritz!Box bis zu fünf Mobilteile angemeldet werden. Dabei sollen die klassischen ISDN-Leistungsmerkmale, wie Makeln, Anklopfen, Rufumleitung oder Dreierkonferenz, auch per DECT verfügbar sein.