Das Internet wird zwar in Sachen Datenübertragung selbst immer schneller. Wenn es aber darum geht, die virtuelle Welt für schnelle Fahrzeuge zugänglich zu machen, stößt die Technik immer noch an ihre Grenzen. Bislang kranken Web-Anbindungen für Auto und Co. an schlechter Übertragungsqualität und Verbindungsabbrüchen. Funkwerk Dabendorf, ein Brandenburger Unternehmen für Funktechnologie in Fahrzeugen, will das nun ändern.
Außenantenne für Mobilfunk
Auf der Cebit stellt das Unternehmen einen Router vor, der das Auto zum mobilen Hotspot machen soll. Im Stau googeln oder am Rastplatz mal eben E-Mails checken – das soll mit der Funkwerk-Lösung bereits ab Herbst dieses Jahres möglich sein. Bislang würden Karosserie und Scheiben den Datensignalen im Weg stehen. Zudem sorgt die hohe Geschwindigkeit häufig zu kompletten Verbindungsabbrüchen. Funkwerk hat dem neuen Router daher eine Außenantenne spendiert, um darüber Signale in den Mobilfunkstandards
UMTS,
HSDPA,
GPRS oder
EDGE zu empfangen und zu senden. Die Daten werden dann per LAN oder WLAN ins Fahrzeuginnere übertragen.
Auf Autos zugeschnitten
Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ sich den Auto-Router
von Geschäftsführer Lutz Pfister zeigen. Bild: Funkwerk Dabendorf
"Die Lösung von Funkwerk Dabendorf ist speziell auf die Anforderungen im Fahrzeug zugeschnitten", so Thomas Kern, Business Director OEM. So würden beispielsweise höchste Anforderungen bei der Resistenz gegen Vibrationen oder Temperaturschwankungen erfüllt, so Kern weiter. Die Verfügbarkeit von Infotainment-Diensten im Fahrzeug werde für Verbraucher wie Automobilhersteller immer wichtiger. Das Auto der Zukunft sei vernetzt und wandle sich vom Transportmittel zum Arbeitsplatz und Wohnzimmer auf kleinstem Raum. Ab Herbst ist die Markteinführung im Nachrüstmarkt geplant. Außerdem wird das Gerät als kundenspezifische Lösung für Automobilhersteller angeboten. Was das Internet auf vier Rädern den Kunden dann kosten wird, ist jedoch noch nicht klar.
Aleksandra Leon