Deutschland ist Weltmeister: Nirgendwo sonst ist die Verbreitung von Smartphones so hoch wie hier. Die multifunktionalen Geräte mutieren mittlerweile vom Telefon zu MP3-Playern, Navigationsgeräten, Kameras, PDAs oder Internetbrowsern. Eine globale Studie des Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest hat jetzt die Nutzung von Smartphones untersucht. Im November 2007 wurden dazu 16.000 Personen in 29 Ländern befragt.
Weltweit geringe Verbreitung
Während in Deutschland mehr als 40 Prozent der Bevölkerung ein Smartphone besitzt, ist die weltweite Verbreitung mit rund acht Prozent noch sehr gering. Die große Verbreitung der Smartphones in Deutschland sorgt aber bei den Mobilfunkunternehmen noch nicht automatisch für große Umsätze. Denn die einzige Datenanwendung die flächendeckend genutzt wird ist die
SMS. E-Mails werden über Handys nur von 14 Prozent der Smartphone-Besitzer verschickt. Mobil ins Internet gehen mittlerweile schon 20 Prozent der Deutschen. Dabei nutzen Männer bedeutend häufiger die mobilen Funktionen ihrer Handys. Nur rund zwölf Prozent der Frauen surfen mobil im Netz, aber etwa 25 Prozent der Männer begeistern sich für das Internet im Kleinformat.
Kaum Umsätze mit Smartphones
Die am häufigsten genutzte PDA-Funktion mit Kalender, Adressbuch und Terminplanung bringt den Mobilfunk- und Content-Anbietern keinen Umsatz. Da sich jedoch Touchscreen-Modelle mit größeren Displays immer stärker durchsetzen, könnte die Akzeptanz von Datendiensten zunehmen. Laut Robert A. Wieland, Geschäftsführer von TNS Infratest, sei das
iPhone dabei wegweisend und es zeige wie mit durchdachtem Design und interessanten Anwendungen Begeisterung bei den Nutzern erzeugt werden könnte.
TNS Infratest zeigt sich überzeugt, dass die Nutzung von Datendiensten in Zukunft stärker
zunehmen wird, da auch Branchengrößen wie Microsoft und Google an entsprechenden Lösungen arbeiten. Bei den Datendiensten scheinen dabei insbesondere Navigationsdienste per GPS von großem Interesse.