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CeBIT ist allen als Ort der Innovation im Gedächtnis. Jahr für Jahr stellten Unternehmen aus aller Welt Produkt-Highlights vor, bahnbrechende Internetanwendungen wurden präsentiert. 2008 dreht sich der Kurs ein wenig: "Mittlerweile ist die Technologie Teil dieser Gesellschaft. Nun müssen wir erst einmal lernen, mit ihr umzugehen", begann Matthias Greve, Vorstandsvorsitzender von Web.de, seinen Vortrag. "Vor allem die Familien, denn das schnelle Internet ist im Kinderzimmer angekommen."
Immer früher im Netz
Web.de hat sich für die IT-Messe in Hannover einer Verjüngungskur unterzogen: In diesem Jahr stehen Kinder im Mittelpunkt der Bemühungen. Mittlerweile schauen 58 Prozent aller 6- bis 13-Jährigen regelmäßig im Internet vorbei, schreiben E-Mails, chatten oder spielen online. Auch soziale Netze wie SchülerVZ sind stark im Kommen. Eltern bieten sich dabei kaum Kontrollmöglichkeiten: Häufig bleiben ihre Kinder ungewollten Kontaktanfragen, Werbemails mit sexuellen Anspielungen oder Viren und Trojanern in Nachrichtenanhängen schutzlos ausgeliefert. "Um das zu ändern, starten wir heute den Web.de
Kinderschutz", so Greve.
Überwachen – ohne die Privatsphäre zu verletzen
Internet im Kinderzimmer. Bild: Web.de
Bisher gab es das Problem, dass Eltern, die das Postfach ihrer Kinder auf beunruhigende Post hin untersuchen wollten, damit gleichzeitig die Privatsphäre der Kleinen störten. Deshalb hat Web.de zur CeBIT ein gekoppeltes Eltern-Kind-Postfach eingerichtet. Die Kinder erhalten nur E-Mails von Absendern aus dem eigenen Adressbuch, unbekannte oder unerwünschte Post landet in der Mailbox der Eltern, die dann auf Knopfdruck Nachrichten weiterleiten oder löschen können. Durch dieses Verfahren erhalten Eltern auch einen Überblick über zweifelhafte Kontaktanfragen aus sozialen Netzwerken. Gleichzeitig ist das Kinderpostfach frei von jeglicher Werbung.
Doch Web.de will noch weiter gehen: "Wir haben die Portalsuche unseres Angebots standardmäßig mit einem Kinderfilter versehen. Nach sexuellen oder gewaltverherrlichenden Inhalten werden sie da vergebens suchen", so Greve. Auch der Virenschutz, den jede Mitgliedschaft im Club bietet, wurde auf drei Lizenzen erweitert, sodass sich nun jeder Computer im Haushalt gegen Viren zur Wehr setzen kann.